Stella Blomkvist
Zu der Autorin steht kein Autorenbild zur Verfügung.
Laut Verlag ist Stella Blómkvist das Pseudonym einer bekannten isländischen Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Es scheint in diesem Namensspiel nicht einmal ganz klar zu sein, ob es sich bei Blómkvist um einen Autor oder eine Autorin handelt. (Das Pseudonym "Blómkvist" erinnert absichtlich an Astrid Lindgrens jugendlichen Krimihelden Kalle Blomquist, der Vorname "Stella" (dt. "Stern") ist laut Aussage des Autoren der belgischen Biersorte Stella Artois entlehnt - die Bierlaune kam dann offenbar nach der Namensgebung.)
Eine Besonderheit bei Blómkvists Krimis ist: Die Hauptperson und Heldin der Romane trägt den gleichen Namen wie die Autorin. Und in ihren eigenen Romanen stellt sich Stella Blómkvist dann überdies als "Islands schlagfertigste Anwältin" dar und "deckt im hohen Norden brisante Kriminalfälle auf" (Verlagstext).
Seit 2003 sind insgesamt sechs Krimis des Phantoms Blómkvist auf Deutsch erschienen, laut Verlagsangaben allesamt in hohen Auflagen. Herausragenden Erfolg hatte "sie" im Gegensatz zu ihrer krimischreibenden Zunft mit Arnaldur Indridason und Yrsa Sigurdardottir aber nur in Deutschland, denn weitere Übersetzungen in andere Sprachen gibt es unseres Wissens nach offenbar nur für zwei ihrer Romane ins Tschechische.
Blómkvists Romane deuten im Übrigen auf ein großes Insiderwissen hin: Politik, Medien, Gerichtswesen sind die Bereiche, in denen sich
die Morde abspielen. Der Autor / die Autorin könnte daher sehr wohl wie z.B. die norwegische Krimiautorin Anne Holt von Haus aus Jurist/in sein. Aber alle Spekulationen nützen ja nichts: Bisher wurde das Rätsel, wer die geheimnisvolle unbekannte Autorin wohl sein mag, nie aufgelöst.
Da hierzulande momentan mit Mord in Thingvellir nur noch ein einziger Roman der Autorin lieferbar und kein weiterer offiziell angekündigt ist, wird sich dieses Geheimnis wohl leider auch nicht so schnell lüften - bzw. wird es nach "Lüftung" dann wohl kaum noch jemand interessieren ... - Doch laut der Autorin soll ja, wie sie in einem Interview von 2007 angedeutet hat, inzwischen ein siebter Roman "von und über" Stella Blómkvist in Arbeit sein.
| Name: | Blomkvist, Stella |
| Pseudonym: | von N.N. |
| Lebt in: | k.A. |
| Nation: | Island |
| Lebensdaten: | k.A. |
| Links: | Deutsche Verlagsseiten der Autorin bei btb |
"Vor dem Fenster erstreckt sich der Garten des Nachbarhauses mit seinen bunten Blumenbeeten. Die schönen Sommerblumen haben den Gipfel ihres Lebens erreicht. Zeigen der Welt ihre schönsten und ansprechendsten Seiten.
Aber ich weiß, dass diese Blumen in nur wenigen Wochen verwelken und sterben werden. Wenn die feuchten, kalten Herbsttage das Kommen des Winters ankündigen, werde ich keine Anzeichen im Garten mehr finden, dass sie jemals existiert haben.
Alles aus. Kaputt. Finito.
Scheißleben!"
(Aus: Stella Blómkvist, Mord in Thingvellir, S. 26-27)
Kriminalromane um Stella Blómkvist:
- Morðið i stjórnarráðinu
1997
Die Bronzestatue (Goldmann Verlag: München 2003) - Morðið i sjónvarpinu
2000
Das ideale Verbrechen (btb Verlag: München 2004) - Morðið í hæstarétti
2001
Der falsche Mörder (btb 2005) - Morðið i alþingishúsinu
2002
Der falsche Zeuge (btb 2005) - Morðið í Drekkingarhyl
2005
Mord in Thingvellir (btb 2007) - Morðið í Rockville
2006
Das letzte Treffen (btb 2009)
Anmerkungen:
- Wem die Bücher von Stella Blómkvist gefallen, dem empfehlen wir u.a. auch folgende Krimiautoren zur weiteren Lektüre: Arnaldur Indridason, Viktor Arnar Ingólfsson und Yrsa Sigurðardóttir.
Sekundärliteratur:
- Interview mit Stella Blómkvist. Ein Gespräch von Jürgen Ruckh mit der Autorin
2005
(In: Literaturportal schwedenkrimi.de, November 2005.) - Katrin Jakobsdóttir: Eiskalte Morde auf der eisigen Insel: Eine Geschichte der isländischen Kriminalliteratur
2006
(In: Jost Hindersmann (Hrsg.), Fjorde, Elche, Mörder. Der skandinavische Kriminalroman. NordPark Verlag: Wuppertal 2006. S. 188-198.) - Interview mit Stella Blómkvist. Ein Gespräch von Jürgen Ruckh mit der Autorin
2007
(In: Literaturportal schwedenkrimi.de, September 2007.)
Quellenangaben:
Deutsche Nationalbibliothek; btb Verlag, Literaturportal schwedenkrimi.de; Web-OPAC des Verbundes isländischer Bibliotheken (Landskerfi bókasafna).
Diese Seite wurde am 28. Januar 2011 erstellt. Die letzte Prüfung und Aktualisierung dieser Seite fand am 15. Februar 2011 statt.
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