Jakob Arjouni

Arjouni Jakob Arjouni (Foto: Copyright © Regine Mosimann / Diogenes Verlag)

Geboren am 8. Oktober 1964 in Frankfurt am Main. Nach dem Abitur 1983 in Odenwald lebte Jakob Arjouni zweieinhalb Jahre in Montpellier (Südfrankreich) und arbeitete als Kellner und Kleiderverkäufer. 1986 trat er in die Schauspielschule in Berlin ein, brach die Ausbildung jedoch nach einem Dreivierteljahr ab. Arjouni schreibt Hörspiele, Theaterstücke, Drehbücher und Romane.

Auf den Verlagsseiten seines Stammverlags Diogenes skizziert er selbst seinen Lebenlauf bis ausgangs der 90er Jahre folgendermaßen:

1964 in Frankfurt am Main geboren, aufgewachsen in Frankfurt und Oberroden. Mit zehn auf ein Internat im Odenwald. Mit zwölf zum ersten Mal Rote Ernte von Hammett gelesen – nicht alles verstanden, aber begeistert. Von vierzehn bis achtzehn regelmäßige Fahrten ins Frankfurter Bahnhofsviertel zum Pool-Billard. Sergio-Leone-Filme gesehen. Nach dem Abitur nach Montpellier, Südfrankreich. Abgebrochenes Studium. Zweieinhalb Jahre Arbeit als Kellner, Badeanzug- und Erdnussverkäufer. Ersten Roman geschrieben, Happy Birthday, Türke! und erstes Theaterstück, Die Garagen. Mit zweiundzwanzig nach Berlin auf eine Schauspielschule. Schnell abgebrochen. Studium an der Freien Universität. Noch schneller. Hugo, Faulkner und Irmgard Keun gelesen. Roman Mehr Bier geschrieben, Theaterstück Nazim schiebt ab, Roman Ein Mann, ein Mord. Beruf gefunden. Umzug nach Paris. Theaterstück, Edelmanns Tochter. Zurück nach Berlin. Roman, Magic Hoffmann.

Heute lebt Jakob Arjouni mit seiner Frau und seinem Sohn in Südfrankreich.

Name: Arjouni, Jakob
Pseudonym: von Jakob Bothe, geb. Michelsen
Lebt in: Ginestas im Languedoc (Südfrankreich)
Nation: Deutschland
Lebensdaten: * 8. Oktober 1964 in Frankfurt
Links: Jakob Arjouni auf den Webseiten des Diogenes Verlags

"... weil es eine lange, komplizierte Geschichte ist und es eine Weile dauern wird, die Zusammenhänge so deutlich zu machen, dass allen Beteiligten Gerechtigkeit widerfährt. Denn wie in den meisten problematischen Situationen gibt es, jedenfalls nach meinem Dafürhalten, auch hier weder Gute noch Böse noch Schuldige, sondern nur Unglückliche. Und natürlich Ungeschickte, auf jeden Fall einen, nämlich mich. Dabei, das dürft ihr mir glauben, verkenne ich nicht den für alle höchst unangenehmen Umstand, dass peinlichstes Privatleben abgehandelt wird. Doch dafür kann ich nichts ..."
(Aus: Jakob Arjouni, Hausaufgaben, S. 173)

 

"Das einzige Verbrechen, das ein Schriftsteller begehen kann, ist über Sachen zu schreiben, die ihn nicht wirklich interessieren. Man merkt das sofort, wenn etwas kalkuliert ist: Da schlägt kein Herz."
(Jakob Arjouni)

Serie um den Frankfurter Privatdetektiv Kemal Kayankaya:

  1. Happy Birthday, Türke
    1985
    (Diogenes Verlag: Zürich 1985)
  2. Mehr Bier
    1987
    (Diogenes 1987)
  3. Ein Mann, ein Mord
    1991
    (Diogenes 1991)
  4. Kismet
    2001
    (Diogenes 2001)

Andere Kriminalromane:

  1. Magic Hoffmann
    1996
    (Diogenes 1996)
  2. Chez Max
    2006
    (Diogenes 2006)
  3. Der heilige Eddy
    2009
    (Diogenes 2009)
  4. Cherryman jagt Mr. White
    2011

    (Diogenes 2011)

Theaterstücke:

  1. Die Garagen
    1988
    (Verlag Autorenagentur: Frankfurt am Main 1988)
    Uraufführung 25.2.1988 im Kulturzentrum am Gasteig, München.
  2. Nazim schiebt ab
    1990
    (Verlag Autorenagentur 1990)
    Uraufführung 16.11.1990 im Staatstheater Mainz.
  3. Edelmanns Tochter
    1996
    (Diogenes 1996)
    Uraufführung 28.9.1996 im Schauspiel Wuppertal.

Andere Bücher:

  1. Ein Freund. Geschichten
    1998
    (Diogenes 1998)
  2. Idioten. 5 Märchen
    2003
    (Diogenes 2003)
  3. Hausaufgaben
    2004
    (Diogenes 2004)

Anmerkungen:

  • Die Bücher Arjounis wurden in mehreren Sprachen veröffentlicht, so u.a. mit Übersetzungen ins Dänische, Polnische, Spanische und Ungarische. In Frankreich erschien er bei Fayard in Paris, in Großbritannien bei No Exit Press.
  • Wem die Bücher von Jakob Arjouni gefallen, dem empfehlen wir u.a. auch folgende Krimiautoren zur weiteren Lektüre: Jörg Juretzka, Heinrich Steinfest und Walter Wolter.
  • In eigener Sache: Jakob Arjounis Roman Der heilige Eddy gefiel uns so gut, dass wir ihn zum ersten "Hammett"-Krimi des Monats - und das im Juni 2009 - wählten.

 

Sekundärliteratur:

  • Steckbrief Jakob Arjouni
    1995
    (In: Rudi Kost / Thomas Klingenmaier: Steckbriefe. Die Krimi-Kartei von A-Z. Rowohlt Verlag: Reinbek bei Hamburg 1995, S. 10-11.)
  • Kemal Kayankaya von Jakob Arjouni
    1997
    (In: Heiko Postma / Rainer Wagner (Hrsg.): Galerie der Detektive. 123 Portraits von Sherlock Holmes bis Nero Wolfe. Revonnah Verlag: Hannover 1997, S. 111-113.)
  • Jakob Arjouni: "Und Gott hetzt hinterher". Der Schriftsteller Jakob Arjouni über seinen neuen Krimi Kismet und das Handwerk des Schreibens
    2001
    (In: Der Spiegel Nr. 13/2001, S. 188-190)
  • Thomas Kniesche: Vom Modell Deutschland zum Bordell Deutschland. Jakob Arjounis Detektivromane als literarische Konstruktionen bundesrepublikanischer Wirklichkeit
    2005
    (In: Sandro M. Moraldo (Hrsg.): Mord als kreativer Prozess. Winter, Heidelberg 2005, S. 21-39.)
  • Jochen Schmidt: Neue Farben, neue Töne. Ulf Miehe, Jörg Fauser, Hans Werner Kettenbach und Jakob Arjouni
    2009
    (In: Jochen Schmidt: Gangster, Opfer, Detektive. KBV: Hillesheim 2009, S. 962-970, insb. S. 964-967.)

Auszeichnungen:

  • 1987
    Baden-Württembergischer Autorenpreis für das deutschsprachige Jugendtheater für sein Theaterstück Nazim schiebt ab
  • 1992
    Deutscher Krimi-Preis, Kategorie National für Ein Mann, ein Mord

 

Quellenangaben:

Deutsche NationalbibliothekDiogenes Verlag, Lexikon der deutschen Krimiautoren, Wikipedia.

 

 

Diese Seite wurde am 16. Juli 2010 erstellt. Letzte Prüfung und Aktualisierung dieser Seite am 8. März 2011.

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