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Temple, Peter Shooting StarOriginaltitel: "Shooting Star" (Bantam Books: Australia 1999)
Unsere Meinung:"Ohne Blutvergießen keine Vergebung", sagte ich.
"Was?" "Nur so ein Spruch meiner Mutter." (Peter Temple, Shooting Star, S. 288) Als ein Zeichen der anhaltenden Vitalität des zeitgenössischen Kriminalromans mag gelten, aus wie vielen Regionen dieser Welt inzwischen neuer Erzählstoff zu uns nach Deutschland gerät und jeweils sein aufnahmefreudiges Publikum findet. Das gilt mitunter auch für "Down under" - also Australien, Neuseeland und dem näheren pazifischen Umfeld. Standen früher nur wenige Autoren wie Arthur W. Upfield, Ngaio Marsh und ein paar andere für den unteren rechten Rand des westeuropäisch geprägten geozentrischen Vorstellungsvermögens, so tauchten in den letzten Jahren mit Peter Carey, Paul Cleave, Garry Disher, Peter Temple und zuletzt u.a. John Misto so viele hoffnungsvolle und zum Teil inzwischen renommierte Autoren auf der literarischen Bühne auf, dass man sich darüber fast die Augen reiben muss. (Über deutschsprachige Autoren, die sich den siebten Kontinent kriminalliterarisch aneignen wollten und wollen, schweigen wir uns allerdings geflissentlich aus.) Nun ist "Shooting Star" vielleicht nicht gerade das beste oder geeigneteste Buch, um sich einen Zugang zu dem australischen Krimiautor Peter Temple zu verschaffen. (Wir empfehlen als Einstieg seinen Roman "Kalter August".) Dennoch ist das Psycho- und Familiendrama um die Entführung eines fünfzehnjährigen Mädchens und der tief verschlungenen Spurensuche des hartgesottenen Detektivs Calder in allen seinen Nuancen so ironisch chandleresk und gesellschaftspolitisch hammettesk, - ... dass wir uns lächelnd über die Geheimnisse und den genaueren Inhalt dieser Detektivgeschichte im Weiteren schlicht ausschweigen und das Buch über unsere diesbezüglichen sprachlichen Verrenkungen hinaus allen Fans des klassisch zyni-, lakoni- und ironischen Detektivromans sehr empfehlen wollen ... [ hs/26.03.2009 ]
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Krimi-Specials
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