Paris noir - Houtermans, Sarah (Hrsg.) - Atlantik

Houtermans, Sarah (Hrsg.) Paris noir

Schüsse auf den Champs Élysées, ein Toter in der Metro, eine Wasserleiche in der Seine?
Zum Glück gibt es den Quai des Orfèvres mit seinen brillanten Kommissaren: Dupin, Maigret, Adamsberg & Co. ermitteln seit Jahrzehnten in der Pariser Unterwelt.
Sie kennen die Cafés, Clochards und leichten Mädchen und lösen ihre Fälle, wenn es Nacht wird in der Stadt des Lichts.
Mit Geschichten von Maurice Leblanc, Georges Simenon, Fred Vargas, Didier Daeninckx, Boileau/Narcejac und vielen anderen.

Autor: Houtermans, Sarah (Hrsg.)
Titel: Paris noir
Jahr: 2015-05
Seiten: 286 | Taschenbuch
Verlag: Atlantik
ISBN: 978-3-455-65036-5
Preis: 9.99 EUR

Status: Lieferbar

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Unsere Meinung:

Ich wiederhole mich nur ungern. Deshalb wird „Paris noir“ (Untertitel: „Ein Krimilesebuch“; Auswahl von Sarah Houtermans) wohl die letzte dieser Städte- und Länder-Anthologien aus dem Hause Atlantik / Hoffmann & Campe sein, die ich hier bespreche. Siehe meine Hammett-Rezis zu „Berliner Untergrund“ und zu „New York Crime“.

Fazit auch hier: Fast alles altes Zeug. Da kann man wieder nur den Kopf schütteln. Übrigens auch wieder über den Buchtitel: „Noir“ ist eine Art Sub-Genre, liebe Leute, und in „Paris noir“ gibt’s keine einzige Noir-Geschichte.

Dafür gibt’s von mir jetzt wieder ein bisschen blödsinnige Statistik.
„Paris noir“ versammelt 11 Geschichten von 10 Autoren. Darunter zwei Geschichten vom berühmten klassischen Autorenduo Boileau-Narcejac (eine zu viel, weil beide mit demselben „Commissaire“, aber wenigstens beide recht kurz), zwei vom Uraltklassiker Maurice Leblanc (eine zu viel, nämlich die zweite), und eine (warum eigentlich?) gut fünfzig Seiten lange Maigret-Geschichte vom unvermeidlichen Überklassiker George Simenon.
Das hebt den Altersdurchschnitt der hier versammelten Autoren auf fast exakt 100 Jahre. Immerhin weilt die Hälfte davon noch unter den Lebenden. Wobei Fred Vargas mit fast 60 bei Weitem die Jüngste ist.

Von Fred Vargas hat man ganz einfach eine ihrer vier Storys aus „Die schwarzen Wasser der Seine“ (Orig. 2000, dt. 2007) hier mit abgedruckt. Und von (immerhin!) Daniel Pennac hat man ganz einfach die ersten paar Seiten aus seinem zweiten Malaussène-Krimi (Orig. 1987, dt. 1990, Neuübers. 2002) hier mit abgedruckt. So kann man’s natürlich machen …

Dass Léo Malet hier fehlt, ist unverzeihlich.
Über alle anderen Namen, die ich hier vermisse, von Manchette bis Manotti, kann man streiten.
Und über die restlichen Beiträge, von Ulrich Wickert, von Christianna Brand und von Marie-Luise Scherer, will ich schweigen.

Einziges echtes Goldstück in diesem Haufen Geröll: „Rue des Degrés“, knapp dreißig Seiten von Didier Daeninckx. Ein glänzender kleiner Néopolar, eine sozial- und stadtkritische Tour de force durch Paris, im Original 2008 erschienen und hier womöglich als deutsche Erstveröffentlichung – man weiß es nicht, man erfährt es nicht, denn wie schon bei „New York Crime“ vermisse ich auch hier genaue bibliografische Angaben zu allen Geschichten!

Mon résumé: 1 Patrone für Didier Daeninckx … tja … und sonst? Na schön, aus alter Frankophilie lasse ich vom Rest noch das eine oder andere so halbwegs gelten. Aber wenn das hier unser heutiges (kriminalliterarisches) Paris-Bild sein soll – mon Dieu!

(RS/02.06.2016)
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