Titel: Der stille Schüler

Parker, Robert B

Der stille Schüler

Originaltitel: School Days
Aus dem Amerikanischen von Frank Böhmert

Der Privatdetektiv Spenser wird von Lily Ellsworth angeheuert, die Unschuld ihres 17-jährigen Enkelsohnes Jared Clark zu beweisen. Ihm wird zur Last gelegt, gemeinsam mit seinem Mitschüler Wendell Grant fünf Schüler, den stellvertretenden Dekan und eine Spanischlehrerin erschossen und weitere Personen von der Dowling Privatschule verletzt zu haben, bevor sich die beiden mit Geiseln in der Bibliothek verbarrikadierten. Einer Spezialeinheit der Polizei gelingt es zwar die Geiselnahme zu beenden, aber nur einer der Täter, Wendell Grant, kann gefasst werden. Grant gibt Jared Clark als Mittäter an, der schließlich ein Geständnis ablegt. Der Fall scheint abgeschlossen. Die beiden Täter warten im Gefängnis nur noch auf ihre Verurteilung. Nach ersten Befragungen ist Spenser zunächst selbst von der Schuld Jared Clarks überzeugt. Neugierig macht ihn allein das allgemeine Desinteresse an den Hintergründen der Tat. Die Polizei, die Schulleitung, aber auch Jareds Eltern scheinen die Ereignisse vor allem möglichst schnell hinter sich lassen zu wollen. Spenser hingegen lässt die Frage nach dem Motiv nicht mehr los. Gerade weil er von allen Seiten auf Widerstand stößt, ermittelt er weiter und entdeckt, dass der Fall des stillen Schülers noch längst nicht zu den Akten gelegt werden kann.

Autor: Parker, Robert B
Titel: Der stille Schüler
Jahr: 2007-07
Seiten: 213 |
Verlag: pendragon
ISBN: 978-3-86532-068-1
Preis: 9.90 EUR

Status: Lieferbar

Preis: 9.90 EUR

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Unsere Meinung:

Das dürfte so ca. der 33.te Spenser-Roman des amerikanischen Altmeisters sein.
Und es ist definitiv einer seiner Besten! Eine interessante Story um einen vermeintlichen Amoklauf an einer Schule. Versehen ist der Roman mit klug gesetzten Irrungen und Wirrungen. Spenser bohrt sich geradezu in diesen Fall, der von Anfang an doch relativ klar zu sein scheint. Erst die scheinbare Teilnahmslosigleit der Beteiligten weckt seine Instinkte.
Das ist handwerklich einfach, aber eben auch einfach sehr, sehr gut gemacht!
Mir angenehm aufgefallen ist auch wieder ein deutlich weniger brachiales Zurschaustellen von Gewalt und Tod als zuletzt in „Die blonde Witwe“. Viel sprachliche Feinheiten und der Dialogwitz wurden von Frank Böhmert toll ins Deutsche übersetzt. Das macht Freude beim Lesen und lässt auf weiter Veröffentlichungen des Autors im Pendragon Verlag hoffen…
[ ck/06.08.2007 ]
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