Nachträge
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Wittkamp, RainerSchneckenkönigMartin Nettelbeck ist einer der erfolgreichsten Mitarbeiter im Berliner LKA gewesen. Denn nach einem Angriff auf einen Kollegen wurde er ins Referat Versorgung zu Bleistiftanspitzern und Druckerpapier verbannt.
Unsere Meinung:Achtung – Sparte „Berlinkrimi“ und dann auch noch Auftakt einer neuen Serie. Fass ich ja eher mit spitzen Fingern an …
Den Titel fand ich dann aber doch so ungewöhnlich, dass ich mich an das Buch rangewagt habe. Und – angenehm überrascht. Ein sehr klar durchstrukturierter, spannender Plot. Fast klassisch auch die Personalbesetzung: ein etwas schräger, ehemals erfolgreicher Kommissar soll sich nach jahrelanger Auszeit wieder bewähren. Sein Teampartner ist ein Neuling. Dass die Ermittlungen zu dem Mord an einem Afrikaner ins Nazimilieu führen, ist nicht gerade überraschend, die Verknüpfung mit einer missionarischen Sekte bietet etwas weiteren Spielraum. Diese Hauptstory ist gut erzählt, Berlin spielt bis auf kleine Milieustudien auch keine tragende Rolle. Der Autor legt eher Wert auf die solide Ausgestaltung seiner Figuren. Überflüssig ist eigentlich der erzählerische Nebenstrang, der dem Buch den Titel gibt und - na ja, da will ich nicht mehr verraten. Wir sind gespannt auf die weiteren Folgen. (si/04.04.2013)
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Fröhlich, ThomasSherlock Holmes und das Geheimnis der IllusionistenWährend einer Darbietung des geheimnisumwitterten Illusionisten Nyarlathotep verschwinden drei Menschen: Mina Harker, Edwin Drood und Humphrey van Weyden. Meisterdetektiv Sherlock Holmes und sein treuer Gefährte Dr. Watson nehmen umgehend die Ermittlungen auf. Doch je mehr sie sich in den Fall verstricken, desto weniger lassen sich Fiktion und Realität voneinander unterscheiden. Mysteriöse Botschaften aus der Vergangenheit tauchen in verschlossenen Zimmern auf – und einer der Verschwundenen ist plötzlich wieder da und behauptet, ein Schriftsteller namens Jack London zu sein.
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Koller, MichaelClaraWieder ist Alt-Mürren Schauplatz eines Verbrechens. Der Waldviertler Lagerarbeiter Gruber hadert mit der Welt, die ihn umgibt. In dem Wiener Großindustriellen Kurt Bergmann sieht er den Schuldigen für sein Unglück und beginnt, einen Racheplan zu schmieden: Die Entführung von Bergmanns Tochter Clara. Doch das Partygirl Clara kommt mit der Situation besser klar, als Gruber gedacht hat - und die Entführung gerät außer Kontrolle.
Unsere Meinung:Heutzutage, im Zeitalter von mehrfach multiplen Psychopathen, vielfachen Serienkillern und ähnlich komischem Geschmeiß, wirkt der Inhalt von Michael Kollers Kriminalroman „Clara“ geradezu ungewöhnlich konventionell und auf den ersten Blick auch „altbacken“.
Es geht um die Entführung einer Unternehmertochter, dies aber nicht aus finanziellen Motiven, sondern aus dem viel stärker wirkenden Motiv „Rache“. Ein Arbeiter will einen Unternehmenschef bestrafen, dessen Lieferwagen seine Lebensgefährtin überfahren und getötet hat. Durch die Entführung der Tochter, ohne dabei je irgendeine Forderung zu stellen, zerstört der Entführer systematisch die Familie des Opfers. In Teilen und erst recht gegen Ende von „Clara“ schießt der Autor Michael Koller in puncto Tiefenpsychologie ein wenig über sein Ziel hinaus. Trotzdem ist „Clara“ ein wohltuendes Beispiel zum Thema „Kein Autor muss jeden Modekram mitmachen“. Lesenswert. [ ck/04.04.2013 ]
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Komarek, AlfredBlumen für PoltEben noch hat Willi - ein geistig Behinderter und damit kaum beachteter Außenseiter im Weinbauerndorf - seinem Freund Simon Polt einen Strauß Frühlingsblumen gepflückt, da wird er unter einem steilen Lößabsturz tot aufgefunden. Gendarmerie-Inspektor Polt glaubt nicht an die Version eines Unfalls. Auch ein tödlicher Verkehrsunfall wirft Fragen auf, die nicht so ohne weiteres zu beantworten sind. In beiden Fällen folgt Polt bedächtig und unbeirrbar den wenigen Spuren, auch als seine Recherchen zum Streit mit der verehrten Lehrerin Karin Walter führen. Denn vier ihrer Schulkinder scheinen etwas zu wissen ...
Unsere Meinung:Wer die Polt-Krimis lesen möchte, sollte sicherstellen, ein Fläschchen Wein zuhause zu haben.
Komarek entführt uns ins österreichische Weinviertel, dessen Menschen und dessen Wein er lebendig werden läßt. Dies ohne die Schwere und all die Klischees, die gerade den deutschen Provinzkrimi häufig so unerträglich machen. [ kw/01.01.2003 ]
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Sarrazin, AlbertineAstragalusOriginaltitel: L'Astragale
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