Neuausgaben, Vergriffenes wieder aufgelegt - Januar 2012

Titel: Das Haus am Potomac

Clark, Mary Higgins

Das Haus am Potomac

Originaltitel: Still Watch
Aus dem Amerikanischen von Ingeborg F. Meier

Die junge Fernsehjournalistin Patricia Traymore will das Trauma ihrer Kindheit aufdecken: Ihre Eltern waren damals gewaltsam zu Tode gekommen, und sie weiß, dass sie nur in dem Haus, in dem sie starben, die Wahrheit herausfinden kann. Trotz anonymer Warnungen fährt sie an den Ort der schrecklichen Tat und gerät in ein gefährliches Netz von Verstrickungen.

Autor: Clark, Mary Higgins
Titel: Das Haus am Potomac
Jahr: 2012-01
Seiten: 368 | Taschenbuch
Verlag: Diana
ISBN: 978-3-453-35494-4
Preis: 8.99 EUR

Status: Lieferbar

Preis: 8.99 EUR

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Titel: Zimmer Nr. 10

Edwardson, Ake

Zimmer Nr. 10

Originaltitel: Rum Mummer
Aus dem Schwedischen von Angelika Kutsch

In einem verrufenen Hotel mitten in Göteborg findet die Polizei eine junge Frau, Paula, sie wurde erhängt.Wenig später wird auch Paulas Mutter ermordet und für Kommissar Erik Winter rückt ein Indiz in den Mittelpunkt der Ermittlungen: Beide Leichen haben eine weißbemalte Hand. Als er einen Zusammenhang zu einem Verbrechen herstellt, das 20 Jahre zurückliegt, gerät Winter plötzlich selbst in Gefahr.

Autor: Edwardson, Ake
Titel: Zimmer Nr. 10
Jahr: 2012-01
Seiten: 475 | Taschenbuch
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3-548-28396-8
Preis: 9.99 EUR

Status: Lieferbar

Preis: 9.99 EUR

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Unsere Meinung:

Diese Rezension wurde erstmals am 01.11.2006 zur gebundenen Ausgabe veröffentlicht.

"Er wusste, dass es mehr Fragen als Antworten gab, auf hundert Fragen kam eine Antwort. Das würde sich ändern, es würde mehr Antworten geben, aber Fragen konnten es weit über hundert, ja tausend sein, und selbst wenn die Zahl der Antworten die der Fragen überstieg, war es nicht sicher, dass sie der Lösung des Rätsels näher gekommen waren. Lösung. Auflösung. Bezeichnungen für etwas, das fast immer unklar blieb, unfertig."
(Ake Edwardson, Zimmer Nr. 10, S. 39-40)

Zuerst fühlte ich mich bei dem Titel von Ake Edwardsons neuem Kriminalroman vordergründig an Cechovs grandiose Novelle "Krankenzimmer Nr. 6" erinnert. Nun haben beide Bücher in Wirklichkeit kaum etwas miteinander zu tun, außer vielleicht daß in beiden jeweils ein Raum mit einer Zimmernummer ein vielschichtiges Geheimnis verbirgt und daß beide Bücher in gewisser Weise verschiedene Ausprägungen des Verfolgungswahns beschreiben.
"Zimmer Nr. 10" ist dabei jedoch in jeglicher Hinsicht weit entfernt vom "Klassiker". Von Anfang an ist der Roman beherrscht von dem hinlänglich bekannten düsteren und melancholischen Grundton skandinavischer Kriminalromane. Ärgerlicher als dieser Manierismus wirken allerdings Edwardsons bemühten Versuche, seinen Figuren und seiner Geschichte durch Fragen nach Sein und Zeit mehr Tiefgründigkeit zu verleihen.
Dabei ist diese Geschichte im Grunde schnell erzählt. In seinem siebten Fall gerät der Göteborger Kommissar Erik Winter in eine Midlife-Crisis: In einem Hotel wird eine junge Frau erhängt aufgefunden. Zunächst spricht vieles für Selbstmord. Als nach genaueren Ermittlungen jedoch immer mehr Indizien auf einen Mord hindeuten, entsinnt sich Winter plötzlich an einen alten Fall, der achtzehn Jahre zurückliegt und sich in dem gleichen Hotel und in dem gleichen Hotelzimmer, dem "Zimmer Nr. 10", zugetragen hatte. Damals war dort eine Frau spurlos verschwunden. Zumindest hatten sich ihre Spuren in ebenjenem Hotelzimmer verloren. In der Folge gehen vor allem Winter und sein alter Kollege Halder auch diesem vagen Indiz nach und suchen mühselig nach den eigenen Erinnerungen und den möglichen Verbindungen zwischen beiden Fällen. Doch während der schwierigen und langwierigen Ermittlungen wird Winter immer nachdenklicher und stellt dabei auch sein eigenes Leben in Frage.

"Räumst du in deinem Kopf auf?"
"Die Erinnerungen, ich räume die Erinnerungen auf."
"Gut", sagte Ringmar.
"Weißt du schon, was wir das Ehepaar Ney fragen wollen?"
"Was meinst du, wirken die beiden wie ein Paar?"
"Das ist die Frage", sagte Winter.
"Und was ist die Antwort?"
(Ake Edwardson, Zimmer Nr. 10, S. 164)

So ließe sich "Zimmer Nr. 10" sehr wohl und ironisch mit "Winters Raunen" untertiteln. Edwardsons Geschichte wirkt sehr düster. Schicksalshaft. Geheimnisvoll. Und (natürlich) nicht zuletzt bedrohlich. Doch ehrlich gesagt langweilte mich dieses Mal der sich wiederholende Grundton und die immer gleichen Motive aus Edwardsons Kriminalromanen, so daß ich nach 200 Seiten Lektüre kaum noch bereit war, den langwierigen Hin und Her der Gedankengänge Winters und der anderen Protagonisten zu folgen.
Das Problem des Romans liegt für mich dabei vor allem darin, daß Edwardson die beiden Fälle, die fast zwanzig Jahre auseinander liegen, erzähltechnisch zu sehr ineinander verschränkt. In wechselnden Zeit- und Erzählperspektiven, die weder datiert noch deutlich gekennzeichnet werden, spielt er mit der Aufmerksamkeit, der Konzentration und nicht zuletzt der Geduld der Leser. Dieses stilistische Prinzip hatte der Autor schon weit glücklicher in einem der vorangegangenen Romane, nämlich in "Die Schattenfrau", erprobt, doch in seiner neuerlichen Anwendung wirkt dieser Erzähltrick nur noch schwerfällig. Kommissar Winter tritt genauso wie die Geschichte um das mysteriöse Zimmer Nr. 10 lange Zeit einfach nur auf der Stelle. Edwardson scheint hier buchstäblich nichts mehr zu seiner Geschichte einzufallen.
Erst auf den letzten hundert Seiten klären sich endlich die Nebelschwaden um das geheimnisvolle Familiendrama, das hier erzählt wird. Erst jetzt wird es wirklich spannend. Die Vergangenheit ist wieder ausschließlich Vergangenheit und nicht länger quälende Erinnerung, gleichzeitig befreit sich Kommissar Winter ein wenig von seiner Melancholie und kommt so mit klareren Gedanken dem Täter immer näher ...

Fazit: So deutlich wie schon lange nicht mehr bemerkte der Rezensent bei diesem Roman, wie sehr die eigene Lektüre unterschiedlicher Leselust und Stimmungsschwankungen unterworfen sein kann. Doch abgesehen von diesem (vor allem für Kritiker) bedenklichen Phänomen, bietet der Roman tatsächlich lange Zeit nur schwer verdauliche Krimikost. "Zimmer Nr. 10" ist ein Buch, das man überdies nur schwerlich in Etappen lesen kann. Und die Grundidee des Romans, die mit ihrer Symbolik (und nicht zuletzt jenem geheimnisvollen Zimmer Nr. 10) dem Horrorgenre entlehnt ist, kann ihre Wirkung leider nicht voll entfalten. Überdies ist zu beobachten, wie Edwardsons Winter-Serie inzwischen offenbar in ihren eigenen Manierismen erstarrt. - Schade.

[ hs/01.11.2006 ]
-
Titel: Cracktown

Giovinazzo, Buddy

Cracktown

Originaltitel: Life Is Hot In Cracktown
Neu aus dem Amerikanischen übersetzt von Angelika Müller

Cracktown, Endstation. Es gibt kein Zurück. Wer hier angekommen ist, den hat die Gesellschaft längst abgeschrieben. Dem bleiben nur Crackträume. So die transsexuelle Prostituierte Marybeth und ihr Mann Benny, ein Crackhead und Einbrecher, die versuchen, ein normales Leben zu führen. Oder der ultrabrutale Romeo, der mit seiner Gang die Straßen terrorisiert. Manny versucht indes, seine Familie mit Nebenjobs über Wasser zu halten, und schuftet Tag und Nacht, während sich der 10-jährige Willy eher um seine Schwester sorgt als die von ihrem gewalttätigen Lover abhängige drogensüchtige Mutter.
Die allgegenwärtigen Drogen zerstören alles und jeden.

Erschien erstmals 1995 beim Maas Verlag.

Autor: Giovinazzo, Buddy
Titel: Cracktown
Jahr: 2012-01
Seiten: 206 | Taschenbuch
Verlag: Pulp Master
ISBN: 978-3-927734-12-8
Preis: 12.80 EUR

Status: Lieferbar

Preis: 12.80 EUR

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Titel: Vater unser

Hoffman, Jilliane

Vater unser

Originaltitel: Plea of Insanity
Aus dem Amerikanischen von Nina Scheweling und Sophie Zeitz

Mord in Miami. Der Täter: der angesehene Chirurg Dr. David Marquette. Die Opfer: seine Frau und seine drei kleinen Kinder. Hat der Familienvater unter dem Eindruck einer schizophrenen Wahnvorstellung gehandelt, wie seine Anwälte behaupten? Oder hat Marquette kaltblütig gemordet, wie Detective John Lantorino glaubt? Der routinierte Leiter der Mordkommission meint sogar, beweisen zu können, dass der Arzt ein lang gesuchter Serienkiller ist.
Staatsanwältin Julia Valentine ist fest entschlossen, in diesem Sensationsprozess die Wahrheit zu ergründen - und das gegen alle Widerstände: Ihr Chef will die Todesstrafe für Marquette, um den nächsten Wahlkampf zu gewinnen; die liberale Presse hingegen fordert, die Anklage gegen einen offensichtlich kranken Mann fallen zu lassen. Aber kann ausgerechnet Julia herausfinden, ob Dr. Marquette zum Zeitpunkt der Tat zwischen Gut und Böse unterscheiden konnte? Denn die junge Frau hat eine Vergangenheit, die sie seit fünfzehn Jahren erfolgreich verdrängt …

Autor: Hoffman, Jilliane
Titel: Vater unser
Jahr: 2012-01
Seiten: 571 | Taschenbuch
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3-499-25794-0
Preis: 4.99 EUR

Status: Lieferbar

Preis: 4.99 EUR

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Titel: Operation Schneewolf

Meade, Glenn

Operation Schneewolf

Originaltitel: Snow Wolf
Aus dem Englischen von Wolfgang Thon

Im Winter 1952 flieht Anna Chorjowa aus einem sowjetischen Gulag. Über Finnland gelangt sie nach Amerika, wo sie ein neues Leben beginnen will. Doch der CIA überredet sie zu einer gefährlichen Mission: Sie wird einen Agenten nach Moskau begleiten, der Stalin ausschalten soll. Annas mögliche Belohnung: die Freiheit ihres in einem Waisenhaus eingesperrten Kindes.

Autor: Meade, Glenn
Titel: Operation Schneewolf
Jahr: 2012-01
Seiten: 682 | Taschenbuch
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-27072-9
Preis: 6.00 EUR

Status: Lieferbar

Preis: 6.00 EUR

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