Vielversprechendes, Wichtiges & Ersehntes - Dezember 2011

Titel: Trouble

Child, Lee

Trouble

Originaltitel: Bad Luck And Trouble
Aus dem Englischen von Wulf Bergner

Keine feste Adresse, kein Telefon, keine Vergangenheit. Seit er die Eliteeinheit bei der Army verlassen hat, führt Jack Reacher ein Leben, fast ohne Spuren zu hinterlassen. Doch eines Tages liegen 1.030 Dollar auf seinem Bankkonto, und Reacher weiß: Seine Vergangenheit hat ihn wieder. Als er auf den codierten Notruf reagiert und seine Exkollegin Frances Neagley kontaktiert, erfährt er von der brutalen Ermordung ihres einstigen Partners Calvin Franz, der erst gefoltert und dann aus einem Helikopter über der Wüste Nevadas abgeworfen wurde.
Auf der Suche nach dem Rest des früheren Teams müssen sie feststellen, dass Calvin nicht das einzige Mordopfer war. Eiskalt vor Zorn rüstet Reacher zum Rachefeldzug.

Autor: Child, Lee
Titel: Trouble
Jahr: 2011-12
Seiten: 460 | Taschenbuch
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-442-37162-4
Preis: 8.99 EUR

Status: Lieferbar

Preis: 8.99 EUR

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Titel: Das Matratzenhaus

Hochgatterer, Paulus

Das Matratzenhaus

Es ist Frühling im österreichischen Furth am See. Doch während in den Gastgärten die Sonnenschirme aufgestellt werden, ziehen bereits dunkle Wolken auf: Kommissar Ludwig Kovacs bekommt gleich mehrere Fälle auf den Tisch. Ein junger Mann stürzt von einem Baugerüst in den Tod, ein Kindergarten wird brutal verwüstet und ein misshandeltes Kind taucht bei der Polizei auf. Dann werden noch mehr Kinder Opfer von massiven Prügelattacken. Sie weigern sich, über den oder die Täter zu sprechen.

Autor: Hochgatterer, Paulus
Titel: Das Matratzenhaus
Jahr: 2011-12
Seiten: 293 | Taschenbuch
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-21335-6
Preis: 9.95 EUR

Status: Lieferbar

Preis: 9.95 EUR

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Titel: Verräter wie wir

Le Carré, John

Verräter wie wir

Originaltitel: Our Kind Of Traitor
Aus dem Englischen von Sabine Roth

Dima ist die Seele der russischen Mafia. Seit seiner Zeit als Gefangener im Gulag hat er sich an ihre Spitze hochgearbeitet. Sein Spezialgebiet: die Geldwäsche.
Doch seine Tage sind gezählt. Er hat Feinde unter den mächtigen Weggefährten. Um das Überleben seiner Familie zu sichern, geht er einen Pakt mit dem Westen ein. Er bietet sein Wissen im Tausch gegen ein Leben in England. Eine Sensation für den britischen Geheimdienst, der einwilligt.
Aber die Agenten stoßen auf einen bedrohlichen Widerstand. Der lange Arm der Mafia reicht bis weit in den Westen. Wie lange wird Dima seine russischen Freunde täuschen können?

Autor: Le Carré, John
Titel: Verräter wie wir
Jahr: 2011-12
Seiten: 414 | Taschenbuch
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3-548-28391-3
Preis: 9.99 EUR

Status: Lieferbar

Preis: 9.99 EUR

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Titel: Der Tote von der Plaza Once

Mallo, Ernesto

Der Tote von der Plaza Once

Originaltitel: La aguja en el pajar
Aus dem argentinischen Spanisch von Matthias Strobel

Buenos Aires zur Zeit der Militärdiktatur. Comisario lascano erhält einen
Anruf: Am Riachuelo wurden zwei Leichen entdeckt. Als er am Tatort eintrifft, findet er jedoch drei Tote vor: zwei, deren Gesichter durch mehrere
Schüsse entstellt sind – die typische Handschrift des staatlichen Terrors –,
und eine Leiche, die eine gewöhnliche Schusswunde aufweist.
Schnell findet lascano heraus, dass es sich bei dem dritten Opfer um Biterman, den gefürchteten Geldverleiher aus dem Once-Viertel handelt. Und bald ist der
Comisario dem Mörder dicht auf den Fersen.
Doch reichen dessen Beziehungen bis in die höchsten Kreise des Regimes, und lascano hat viel zu verlieren: er hat sich in die Widerstandskämpferin Eva verliebt und hält sie bei sich versteckt. trotzdem entschließt er sich, den Fall aufzuklären – mit allen Konsequenzen.

Autor: Mallo, Ernesto
Titel: Der Tote von der Plaza Once
Jahr: 2011-12
Seiten: 216 | Taschenbuch
Verlag: Aufbau
ISBN: 978-3-7466-2763-2
Preis: 8.99 EUR

Status: Lieferbar

Preis: 8.99 EUR

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Titel: Der Feind im Schatten

Mankell, Henning

Der Feind im Schatten

Originaltitel: Den Orolige Mannen
Aus dem Schwedischen von Wolfgang Butt.

Kurt Wallander lebt inzwischen auf dem Land, seine Tochter Linda ist Mutter geworden und wird demnächst heiraten. Ihr zukünftiger Schwiegervater ist der ehemalige U-Boot-Kommandant Håkan von Enke, der auf seiner Geburtstagsfeier Wallander Einblicke in eine bislang unaufgeklärte politische Affäre aus den 80er Jahren gewährt: Damals drangen fremde U-Boote in schwedische Hoheitsgewässer ein, wurden aber nie identifiziert. Von Enke hat dazu jahrelang recherchiert und glaubt sich einer Lösung nahe. Doch dann verschwindet er spurlos und kurz darauf auch seine Ehefrau.

Kommissar Wallander Bd.11.

Autor: Mankell, Henning
Titel: Der Feind im Schatten
Jahr: 2011-12
Seiten: 591 | Taschenbuch
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-21334-9
Preis: 10.95 EUR

Status: Lieferbar

Preis: 10.95 EUR

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Unsere Meinung:

Henning Mankell zieht den Vorhang auf und lässt noch einmal alle Personen auf die Bühne, die wir in den vergangenen Jahrzehnten in seinen bisher zehn Wallander-Romanen kennen gelernt haben: Da ist Mona, die Ex-Frau des Polizeibeamten, die inzwischen dem Alkohol verfallen ist, da ist Baiba, seine große Liebe, die ihn überraschend auf seinem Altersitz besucht. Und da sind viele Randfiguren, die in zurückliegenden Krimis eine Rolle gespielt haben und die sich Kurt Wallander ins Gedächtnis zurückruft.

Wallander ist inzwischen 60 und zieht Bilanz. Und er tut das, wie wir ihn kennen: nachdenklich, melancholisch, zur Depression neigend. Sensible Leser müssen aufpassen, dass er sie nicht mit hinunterreißt, dass sich vor ihnen nicht ein schwarzes Loch auftut, wenn womöglich auch sie sich selbst fragen, welchen Sinn die vergangenen Jahre in ihrem Leben gehabt haben. Fast zwanzig Jahre kennen wir nun Kurt Wallander. So lange ist es her, dass er den „Mörder ohne Gesicht“ enttarnt hat. Wer seine Schwermut bisher kaum aushielt, dem sei abgeraten von „Der Feind im Schatten“. Abstand zu Kurt Wallanders Seelenleben zu wahren, das ist nicht möglich. Wer das will, der scheitert. 600 Seiten lang. Diese „Seelenwanderung“ ist gleichwohl die gewohnte Stärke von Henning Mankell. Wieder einmal.

Mankell hat Anfang der 90er Jahre eine gebrochene Figur geschaffen, die uns gerade wegen ihrer Fehler nahe ist. Ihr Jammern, ihr Zweifeln haben wir Krimi für Krimi ertragen, auch weil wir uns mit einigen Charakterzügen identifizieren konnten. Wir konnten auch verstehen, dass Wallander in der überschaubaren schwedischen Provinz kaum noch nachvollziehen konnte, welche Folgen eine globalisierte Welt hat mit ihren Brutalitäten, mit den Verbrechen, die aus anderen Ländern in seine Kleinstadt schwappten.
Nun aber strapaziert Mankell mit seinem Wallander unsere Nerven erneut, etwa so sehr wie etwa ein Freund, der sich jahrelang bei uns ausheulte, aber zu lethargisch ist, seine Probleme endlich zu lösen. Irgendwann, spätestens ab Seite 300, will man dem Mann samt seinem Helden, die uns im Laufe der Jahre so ans Herz gewachsen sind, einfach mal sagen: „Mensch, reiß Dich endlich zusammen! Du stiehlst mir meine Zeit.“

Denn in Mankells Roman bleibt kaum noch Raum für den Fall, den sein Held lösen soll: Zwei Menschen sind verschwunden. Sie sind verwickelt in eine politische Affäre, die sich zur Zeit des Kalten Krieges ereignet hat. Dabei ist der Fall aber nicht annähernd so raffiniert konstruiert wie wir es von Mankell kennen. Er erscheint als eine politische Abrechnung des Autors mit den selbstgefälligen Siegern des Kalten Krieges. Zufälle häufen sich, die dem Polizeibeamten helfen, den Geheimnissen eines ehemaligen U-Boot-Kommandanten und hochrangigen Offiziers der schwedischen Kriegsmarine auf die Spur zu kommen. Beispiel: Dass in Wallanders Nähe ein ehemaliger Mitarbeiter der Stasi wohnt, wissen wir aus einem früheren Roman. Dass es sich bei dem Ex-Spion jetzt auch noch um einen Spezialisten für Giftmorde handelt, der wichtige Hinweise zur Aufklärung gibt, freut einerseits Wallander, strapaziert aber andererseits auch ein wenig seine Glaubwürdigkeit beim Leser.

Trotzdem: Wer Wallander mag, sollte ihn auch jetzt wieder begleiten. Denn bei dem, was nun noch auf ihn zukommt, werden wir als Leser nicht mehr dabei sein können. Wallanders Welt wird uns fremd werden. Sie wird sich für uns endgültig verschließen. Das macht uns Mankell am Ende des insgesamt empfehlenswerten Buches unmissverständlich deutlich. Und deshalb könnte man seinen Roman dann auch mit Fug und Recht als „Wallanders letzter Fall“ untertiteln ...

[ Von unserem Gastrezensenten Pollock/05.05.2010]
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