Vielversprechendes, Wichtiges & Ersehntes - Mai 2017

Der Freund der Toten - Kidd, Jess - DuMont

Kidd, Jess

Der Freund der Toten

Originaltitel: Himself
Übersetzung: Klaus Timmermann und Ulrike Wasel

Der charmante Gelegenheitsdieb und Hippie Mahony glaubte immer, seine Mutter habe ihn aus Desinteresse 1950 in einem Waisenhaus in Dublin abgegeben. Sechsundzwanzig Jahre später erhält er einen Brief, der ein ganz anderes, ein brutales Licht auf die Geschichte seiner Mutter wirft. Mahony reist daraufhin in seinen Geburtsort, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Sein geradezu unheimlich vertrautes Gesicht beunruhigt die Bewohner von Anfang an. Mahony schürt Aufregung bei den Frauen, Neugierde bei den Männern und Misstrauen bei den Frommen. Bei der Aufklärung des mysteriösen Verschwindens seiner Mutter hilft ihm die alte Mrs Cauley, eine ehemalige Schauspielerin. Furchtlos, wie sie ist, macht die Alte nichts lieber, als in den Heimlichkeiten und Wunden anderer herumzustochern. Sie ist fest davon überzeugt, dass Mahonys Mutter ermordet wurde. Das ungleiche Paar heckt einen raffinierten Plan aus, um die Dorfbewohner zum Reden zu bringen. Auch wenn einige alles daran setzen, dass Mahony die Wahrheit nicht herausfindet, trifft er in dem Ort auf die eine oder andere exzentrische Person, die ihm hilft. Dass es sich dabei manchmal auch um einen Toten handelt, scheint Mahony nicht weiter zu stören ...

Autor: Kidd, Jess
Titel: Der Freund der Toten
Jahr: 2017-05
Seiten: 384 | Hardcover
Verlag: DuMont
ISBN: 978-3-8321-9836-7
Preis: 20.00 EUR

Status: Angekündigt
(Gerne können Sie diesen Titel jetzt schon vorbestellen*)

20.00 €

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Stille Wasser - Leon, Donna - Diogenes

Leon, Donna

Stille Wasser

Originaltitel: Earthly Remains
Aus dem Amerikanischen von Werner Schmitz

Schwächeanfall in der Questura. Brunetti landet im Ospedale Civile. Das Räderwerk des Alltags hat ihn zermürbt. Nachdem man ihn krankgeschrieben hat, will der Commissario in der Villa einer Verwandten von Paola zur Ruhe kommen. Wie wunderbar, einmal nicht Verbrechern hinterherzujagen, sondern in ländlicher Idylle seine Gedanken mit den Wolken ziehen zu lassen. Brunetti soll sich in der Lagune erholen. Doch zwischen Bienen und Blumen kommt er einem größeren Fall als je zuvor auf die Spur.

Autor: Leon, Donna
Titel: Stille Wasser
Jahr: 2017-05
Seiten: 336 | Hardcover
Verlag: Diogenes
ISBN: 978-3-257-06988-4
Preis: 24.00 EUR

Status: Lieferbar

24.00 €

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Laidlaw - McIlvanney, William - btb

McIlvanney, William

Laidlaw

Originaltitel: Laidlaw
Aus dem Englischen übersetzt von Conny Lösch

Als die Leiche einer jungen Frau im Kelvingrove Park in Glasgow gefunden wird, beginnt für Detective Jack Laidlaw ein tödlicher Wettlauf mit der Zeit. Denn in dieser Stadt voll harter Männer, mächtiger Gangster und skrupelloser Geschäftemacher ist nicht nur der charismatische Detective auf der Suche nach dem Mörder. Hier will sich keiner die Geschäfte verderben lassen, hier haben die Gangster einen eigenen Begriff von Moral und hier schweigen die Väter und sinnen nach Rache. Und Jack Laidlaw weiß, dass er den Mörder zuerst finden muss, wenn er einen weiteren Mord verhindern will.

Neuausgabe in neuer Übersetzung.
Bisherige deutsche Ausgaben: "Im Grunde ein ganz armer Hund" (rororo thriller, 1979) und "Laidlaw" (DuMont Noir, 1999), übersetzt von Ute Tanner.

Autor: McIlvanney, William
Titel: Laidlaw
Jahr: 2017-05
Seiten: 303 | Taschenbuch
Verlag: btb
ISBN: 978-3-442-71493-3
Preis: 9.99 EUR

Status: Lieferbar

9.99 €

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Unsere Meinung:

Schier unglaublich, was Conny Lösch – wahrscheinlich die kraftvollste Krimiübersetzerin unserer Zeit – aus diesem fast vierzig Jahre alten britischen Polizeikrimi herausholt! Da staunt der Fachmann, und der Laie wundert sich: Das ist an vielen Stellen ein ganz anderer Text, ein ganz anderes Leseerlebnis, als in der vorigen Übersetzung (Erstausgabe 1979 als rororo; dann 1999 Neuausgabe in der exzellenten kurzlebigen Reihe DuMont Noir, dort mit informativem Nachwort von Herausgeber Martin Compart). Nun leuchtet der Text, funkelt, brilliert, neu geschliffen und frisch aufpoliert als eben der glänzende Klassiker, von dem man nun sofort glaubt, dass er spätere Großautoren wie Ian Rankin oder John Harvey inspirierte.

„Laidlaw“ handelt von Detective Inspector Jack Laidlaw, einem eigenwilligen, grüblerischen, arroganten und auf seine Weise fähigen und deshalb auch leidlich tolerierten Ermittler. Kein netter Mensch; eine Sympathie- und Identifikationsfigur wäre eher sein junger Assistent Harkness. Und mit Laidlaws Gegenpol und Intimfeind, dem harten Bullen Milligan, hätten wir schon drei interessante Typen, die sich ständig aneinander reiben, dass die Funken stieben.

Dazu kommen, mit jeweils eigenen Kapiteln und Handlungssträngen, der junge verwirrte Täter (der von vornherein feststeht, also nix mit Whodunnit), dann sein Freund, der ihm zur Flucht verhelfen will, sowie der aggressive rachedurstige Vater des Opfers und einige brutale Figuren der Glasgower Halb- und Unterwelt.

Der facettenreich und dabei stets prägnant erzählte Polizeikrimi ist also genauso auch ein Thriller, die Geschichte einer Hetzjagd, und ein Gangsterkrimi. Und insgesamt ein atmosphärischer Roman über Glasgow. Mit Noir-Atmosphäre allerdings: das raue und dreckige, düstere und gewalttätige Glasgow.

Grandios! Warum ging uns „Laidlaw“ schon zweimal wieder verloren, warum wurden die wenigen Folgeromane bisher nie übersetzt?!?

[rs/20.11.2014]
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Icarus - Meyer, Deon - Aufbau

Meyer, Deon

Icarus

Originaltitel: Icarus
Aus dem Englischen übersetzt von Stefanie Schäfer

Bennie Griessel war ein trockner Alkoholiker - bis zu dem Tag vor Weihnachten, als ein Freund seine Familie und sich selbst erschießt. Er beginnt wieder zu trinken, und als seine Kollegen ihn suchen, sitzt er im Gefängnis. Dabei hat Bennie einen neuen, spektakulären Fall. Ein Mann wird stranguliert an einem Strand aufgefunden. Ernst Richter hatte ein besonderes Geschäftsmodell. Allen, die fremdgehen wollten, versprach er, für ein todsicheres Alibi zu sorgen.

Autor: Meyer, Deon
Titel: Icarus
Jahr: 2017-05
Seiten: 432 | Taschenbuch
Verlag: Aufbau
ISBN: 978-3-7466-3304-6
Preis: 9.99 EUR

Status: Lieferbar

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Spenser und der Cree-Indianer - Parker, Robert B. - Pendragon

Parker, Robert B.

Spenser und der Cree-Indianer

Originaltitel: Sixkill
Aus dem Amerikanischen von Marcel Keller

Schauspieler Jumbo Nelson ist abonniert auf Bad Boys. Die Rolle passt. Mit Skandalen und ausschweifenden Partys pflegt er genüsslich sein Image als Kotzbrocken. Als ein junges Mädchen tot aufgefunden wird, gerät er allerdings unter Verdacht und wird am Set einer Filmproduktion verhaftet. Ist das Großmaul tatsächlich ein Mörder? Die Polizei tappt im Dunkeln und beauftragt Privatdetektiv Spenser.

Ex-Boxer Spenser heftet sich an Zebulon Sixkill, den Cree-Indianer, der als Bodyguard für Jumbo Nelson arbeitet. Zunächst stößt er bei ihm auf Ablehnung, aber als Jumbo Nelson seinen Schutz engel aus einer cholerischen Laune feuert, werden Spenser und Sixkill zu einem ungewöhnlichen Team. Mit Witz, rasanten Dialogen und sehr viel Spannung - denn die beiden haben es längst nicht mehr nur mit der Aufklärung eines Falls zu tun, sondern müssen auch ihre Haut vor einem eiskalten Mafiakiller retten.

Autor: Parker, Robert B.
Titel: Spenser und der Cree-Indianer
Jahr: 2017-05
Seiten: 208 | Taschenbuch
Verlag: Pendragon
ISBN: 978-3-86532-578-5
Preis: 13.00 EUR

Status: Lieferbar

13.00 €

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Unsere Meinung:

Abschied von einer großen Detektivfigur – zumindest war die Serie groß: fast vierzig Romane seit 1973 – und Abschied von einem großen Kriminalautor – zumindest wurde Robert B. Parker mit seiner Hauptserie um Privatdetektiv Spenser immer gerne als vierter Name nach der „heiligen Dreieinigkeit“ Hammett / Chandler / Ross Macdonald genannt.
„Spenser und der Cree-Indianer“ („Sixkill“, 2011) ist nun also endgültig das letzte Spenser-Abenteuer des 2010 verstorbenen Grandmasters, das er selbst noch fertig schrieb. Es endet mit den melancholischen Worten: „Ich stieg in meinen Wagen und fuhr Richtung Westen.“ Da wurde sogar mir am Ende etwas schwer ums Herz.

Dabei war mir, gemessen an meinen persönlichen Säulenheiligen Chandler und Hammett, dieser Robert B. Parker nie so besonders lieb, war dieser schlagfertige Detetektiv und „good american guy“ Spenser (mit seinem Busenfreund Hawk als brutalem Mann fürs Grobe und seiner geliebten Susan Silverman als intelligenter Partnerin fürs Psychologische) nie mein Favorit als literarischer Nachfolger Philip Marlowes. Das waren eher die Detektive von James Crumley, Stephen Greenleaf oder Steve Hamilton oder meinetwegen auch, das geb ich gerne zu, Sara Paretsky.

Wer noch nie einen Spenser-Krimi gelesen hat, kann ohne Weiteres mit diesem allerletzten einsteigen. Hier zeigt sich der Autor noch einmal als absolut souveräner Dialog- und Szenenschreiber. Von Altersmüdigkeit keine Spur. Die flotte Detektivgeschichte, in der tatsächlich ein Cree-Indianer eine wichtige Rolle spielt und in der auch immer wieder nette Indianerwitzchen gerissen werden, liest sich dermaßen leicht und mühelos weg, das ist direkt filmreif, das flutscht nur so ... – angehende Autoren aufgepasst: So geht das!

Danke, Mister Parker, für so viele schöne Detektivkrimi-Lesestunden!


RS/04.05.2017
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