Aktuelles
Bald schon werden wir Ihre Gehirnzellen mit "Um-die-Ecke-gebracht" Nr. 66 erneut herausfordern. Wenn Sie dann an unserem Sommerrätsel teilnehmen wollen, senden Sie uns bitte das vollständige Lösungswort sowie den Vor- und Nachnamen (!!!) des gesuchten Autoren persönlich unter dem Stichwort "Um-die-Ecke-gebracht" Nr. 66 bis zum Sonntag, den 14. August 2011, 23 Uhr 59 zu. (Maßgeblich ist wie immer das Datum des Poststempels, Ihres persönlichen Besuchs bei uns im "Hammett" oder auch das Datum Ihrer E-Mail-Nachricht an krimiraetsel[at]hammett-krimis.de.)
Buchpreise
Vom Anbeginn unseres Rätsels "Um-die-Ecke-gebracht" haben uns die verschiedensten Verlage überaus großzügig mit Buchpreisen unterstützt. Inzwischen konnten wir so weit über 600 Preise als Belohnung für Ihren gedanklichen Scharfsinn verlosen. Folgenden Verlagen gilt deshalb u.a. unserer besonderer Dank:





























Autorenporträts
Zu der "Philosophie" unseres Krimirätsels gehört, dass wir damit herausragende Krimiautoren/innen würdigen wollen. Deshalb steht in jedem unserer Rätsel folgerichtig
ein bekannter Autor der Kriminalliteratur im Mittelpunkt. Darunter finden sich bisher Namen wie Thea Dorn, Jean-Claude Izzo, Donna Leon oder Ian Rankin - um nur einige
wenige von den bisher 65 Autoren/innen zu nennen. Seit einigen Jahren würdigen wir übrigens mit Auflösung eines jeden Rätsels jeden Autoren in einer Kurzdarstellung mit einem
kleinen Autorenporträt und einer ausführlichen Bibliographie.
Zuletzt vorgestellt »
Unsere Rätselgemeinde
Unsere Rätsellöser und Rätsellöserinnen stammen aus der ganzen Welt, wobei wir die meisten Zusendungen natürlich aus Deutschland bekommen. Aber auch aus Griechenland, aus den Niederlanden, aus Polen, Bulgarien, Luxemburg, Irland, der Schweiz und Österreich erreichen uns bis heute immer wieder Rätselzusendungen.
Glücksfee Polly
Polly, Jahrgang 1999, ist wohl Berlin bekanntester Buchladenhund. Sie ist an einem 1. Mai geboren, einem Datum, das seither in Kreuzberg als besonders wilder
und feuchtfröhlicher Feiertag begangen wird. Recht früh entschied sich das kluge Tier für den Beruf der Buchhüterin und suchte und fand in Hammett-Ladeninhaber
Christian Koch ein geeignetes Herrchen. (Zumal dessen Name Vielfältigeres als nur ständiges Dosenfutter versprach.)
Bald stellte sich jedoch heraus, dass Polly als reiner Wach- und Hütehund ebenso unterfordert wie überqualifiziert war. Schnell suchte sie sich deshalb neue Aufgaben
und fungierte schon bald als Glücksfee beim Hammett'schen Krimirätsel Um-die-Ecke-gebracht. (Leider sind darüber ihre Buchkritiken inzwischen sehr rar geworden.)
Doch letzten Endes ist sie der gute Geist, der unseren Kunden und Kundinnen buchstäblich das Glück ins Haus bringt, so rätselhaft das hier an dieser Stelle nun
für manchen auch klingen mag ...

Polly
(Foto: © Christian Koch)
Rätselzitate
Jedes unserer Rätsel steht unter einem bestimmten Motto. Diese Zitate schöpfen wir aus unserer niemals endenden Krimilektüre oder aus den großen und besonderen Zeilen der Welt- oder Kriminalliteratur. (Manchmal sind natürlich auch nicht-kriminologische "Schnurren" von den verschiedensten Menschen unseres Zeitgeschehens mit dabei ...)
"Der Teil des Gehirns, das Probleme erkennt, ist ein anderer als der, der sie löst."
(Albert Einstein)
"Manchmal ist es wie ein Puzzle. Man sucht alle Teile mit geraden Seiten heraus und setzt den Rahmen zusammen, und dann sortiert man nach Farben und versucht dies und jenes, bis man ein Stück weiterkommt. Und man sucht ein bestimmtes Teil, aber es ist nicht da. Es muß fehlen, und man will schon an den Hersteller schreiben und sich beschweren, und dann nimmt man ein Teil, das man schon drei- oder viermal an dieser Stelle probiert hat, und man weiß, daß es nicht das ist, das man sucht, aber auf einmal paßt es."
(Lawrence Block, Der Privatklub)
"Unser Wissen ist nicht vorhanden, wenn es nicht benutzt wird."
(Igor Strawinski)
"Alles, was die Menschen in Bewegung setzt, muß durch ihren Kopf hindurch; aber welche Gestalt es in diesem Kopf annimmt, hängt sehr von den Umständen ab."
(John Locke)
"Worte sind die mächtigste Droge, welche die Menschheit benutzt."
(Joseph Rudyard Kipling)
"Zum Teufel mit den Ideen! Ideen sind Landstreicher, Vagabunden, die an die Hintertür des Gehirns klopfen, und jede raubt einem ein bißchen was von der Substanz, und jede trägt ein Krümelchen vom Glauben an die paar Grundbegriffe fort, an die man sich klammern muß, wenn man anständig leben und leichten Herzens sterben will."
(Aus: Joseph Conrad, Lord Jim)
"Es reicht nicht aus, einen gut funktionierenden Verstand zu haben; das Wichtigste ist, ihn auch gut zu nutzen."
(René Descartes)
"Aber der Sinn liegt doch wohl trotz allem darin, dass die Menschen deine Rätsel lösen können?" Hermann Eber antwortete nicht. Wallander ahnte auf einmal, dass der Mann, der in seinem verschlissenen Trainingsanzug neben ihm saß, davon träumte, ein unlösbares Kreuzworträtsel zu konstruieren."
(Henning Mankell, Der Feind im Schatten, S. 312 f.)
"Die Kunst, sich den Kopf zu zerbrechen, ist uralt und hat eine lange und ehrwürdige literarische Tradition."
(Dorothy Sayers)
"Es bringt uns nämlich nicht weiter, die rätselhafte Seite am Rätselhaften pathetisch oder fanatisch zu unterstreichen: vielmehr durchdringen wir das Geheimnis nur in dem Grade, als wir es im Alltäglichen wiederfinden, kraft einer dialektischen Optik, die das Alltägliche als undurchdring- lich, das Undurchdringliche als alltäglich erkennt [...]"
(Aus: Walter Benjamin, Über Haschisch)
"Sätze sind wie scharfe Nägel, welche die Wahrheit in unser Gedächtnis hineinzwingen."
(Denis Diderot)
"Wennst nachdenkst, is' eh zu spät."
(Gerd Müller, ehemaliger deutscher Fußball-Nationalstürmer)
"Er sah Edgars Kopf über die Trennwände zwischen den Abteilen ragen. Es sah aus, als wäre er der Einzige, der noch im Dienst war. Es war spät, aber so spät auch wieder nicht. Er ging auf die Trennwand zu und schaute über sie auf Edgar hinab. Er saß mit gesenktem Kopf über dem Times-Kreuzworträtsel. Das war bei Edgar ein Ritual. Er versuchte, es jeden Tag zu lösen, und nahm es auf die Toilette, zum Mittagessen und zu Observierungen mit. Er ging nur ungern nach Hause, ohne es gelöst zu haben."
(Michael Connelly, Vergessene Stimmen, S. 309)
"Im Kopf des alten Mannes begann sich ein zartes, unerbittliches Geflecht von Schlussfolgerungen auszubilden, wie ein Kristall; erschaudernd fing sich darin das Licht in Geistesblitzen und Thesen. Es war die größte Freude, die das Leben zu bieten hatte, dieses deduktive Kristallisieren, dieses Delirium des Rätselns. Schrecklich lange hatte er ohne dieses Hochgefühl auskommen müssen."
(Michael Chabon, Das letzte Rätsel, S. 66)
"Das ist doch das pure Krimirätsel, dachte Holt in dem Moment, in dem Jarnebring das Zimmer betrat und am ganzen großen Leib vor Arbeitslust vibrierte, ein nicht seltenes Phänomen, wenn man den Tag damit beginnt, dass man ungehemmten und ungedämpften Sex hat mit der Frau, die man liebt, und danach ein vollkommen grandioses Frühstück verputzt."
(Leif G.W. Persson: Eine andere Zeit, ein anderes Leben, S. 159)
"Er durfte diese Chance nicht verspielen, indem er in seiner Aufmerksamkeit nachließ, er mußte von nun an unbedingt alles genau richtig zu machen, denn er spürte, daß er es mit einem undurchschaubaren Rätsel zu tun hatte, auf das es Antworten gab, die ihr helfen würden weiterzuleben, und andere, die sie töten würden."
(Thomas Perry, Der finale Schuß, S. 15)
"Je länger man ein Wort anschaut, desto fremder schaut es zurück."
(Karl Kraus)
"Ich will einem Spruch mein Ohr neigen und mein Rätselwort kundtun beim Klange der Harfe."
(Gott, Die Bibel, Psalm 49,5)
Dr. Kaska: "Dauert es sehr lange mit ihm?"
Prof. Armstrong: "So lange, bis ich sein Vertrauen gewonnen habe. Er hat in seinem Kopf die Lösung eines Rätsels. Die muss ich rauskriegen."
Dr. Kaska: "Und die wird er Ihnen verraten, so ohne Weiteres?"
Prof. Armstrong: "Nein, ohne Weiteres nicht. Ich verlasse mich auf seine Neugier. Sie ist schon bei den meisten stark ausgeprägt, aber bei Wissenschaftlern ist sie geradezu schon eine Zwangspsychose."
(Alfred Hitchcock: Der zerrissene Vorhang)
"Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen."
(George Bernard Shaw)
"Ist denn die Welt nicht voller Rätsel genug, daß man die einfachsten Erscheinungen auch noch zu Rätseln machen soll?"
(Johann Wolfgang von Goethe)
"My brain is the key that sets me free."
(Harry Houdini, 1874-1926; Artist und Entfesselungskünstler)
"Was für eine vorzügliche Einrichtung, dass die Gedanken nicht als sichtbare Schrift über unsere Stirne laufen."
(Christa Wolf)
"Mancher ist von Antworten so fasziniert, dass er die Fragen dazu erfindet."
(Samuel Beckett)
"Die besinnlichen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben schon manchen um die Besinnung gebracht."
(Joachim Ringelnatz)
"Auf das Wesentliche stößt man zufällig."
(René Descartes)
"Fix und fertig liegen die Phrasen in den Gehirnfächern, ein kleiner Anlaß, ein Kurzschluß der Gedanken, und heraus flitzt der Funke der Dummheit."
(Kurt Tucholsky)
"Die Rätsel Gottes sind befriedigender als die Lösungen der Menschen."
(Gilbert Keith Chesterton)
"Anna Bruhin saß hinter dem Ladentisch, ein Rätselheft lag vor ihr. Sie hatte ein Pauspapier über eines der Kreuzworträtsel gelegt und schrieb die Buchstaben mit einem weichen Bleistift in die Felder. So ließ sich das Heft danach noch verkaufen. Jedesmal ein Heft opfern konnte sie sich nicht leisten."
(Martin Suter, Der Teufel von Mailand)
"... Wie wir wissen, gibt es bekanntes Wissen und Dinge, von denen wir wissen, dass wir sie wissen. Wie wir auch wissen, gibt es bekanntes Unwissen. Soll heißen: Wir wissen, es gibt Dinge, die wir nicht wissen. Aber es gibt auch Unwissen, von dem wir nichts wissen. Die Dinge, die wir nicht wissen - wir wissen sie nicht."
(Donald Rumsfeld, zitiert aus Süddeutsche Zeitung Nr. 259 vom 10.11.2006, S. 13)
"Polizeianwärter Wagner gähnte und schaute auf die Uhr. Sie zeigte fünf Minuten nach halb zwei. Dann schaute er auf das Kreuzworträtsel. Es war noch ungelöst. Zumindest zum überwiegenden Teil. Er hatte acht Kästchen ausgefüllt. Zwei Worte. Und war sich nicht einmal sicher, ob sie auch richtig waren. Um die Zeit totzuschlagen, begann er, die leeren Kästchen zu zählen. Vierundneunzig Stück. Man konnte nicht behaupten, dass er sehr weit gekommen war."
(Hakan Nesser, Sein letzter Fall, S. 46)
"Haben Sie deshalb mit mir reden wollen? Damit ich Ruhe gebe und verschwinde?"
"Damit Sie nicht mit einem Rätsel leben müssen. So etwas kann Gift sein."
(Joseph Kanon, Der verlorene Spion, S. 376)
"Jeder mag Rätsel. Mit Ausnahme von Cops. Rätsel, die rätselhaft bleiben, können einem Cop die Karriere verhageln."
(Aus: Nelson DeMille, Nachtflug)
"Schauen. Schauen. Und nie das `Erstaunen´ vergessen ... Wir sind da zu erzählen. Wir sind nicht da, Rätsel zu erklären, wir müssen Rätsel erfinden. Die Lösung ist immer irrelevant."
(Friedrich Glauser, Briefe, Friedrich Glauser an Martha Ringier, 2. März 1936)
"Molly verbrachte die nächste Stunde auf dem Sofa mit dem Sonntagskreuzworträtsel der New York Times, was aus einem ihr unerfindlichen Grund eine derart faszinierende Tätigkeit war, dass nicht einmal eine Flugzeugentführung oder der Weltuntergang sie hätten ablenken können."
(Aus: Mary Willis Walker, Der rote Schrei)
"Mittlerweile verspürte ich ein beträchtliches Defizit in der Abteilung `Kleine graue Zellen´. Ich hätte ganze Bände füllen können mit dem was ich wußte, wenn ich nur gewußt hätte, was es war. Ärgerlich war nur, daß ich es nicht wußte."
(Kinky Friedman, Greenwich Killing Time)
"Läßt sich, was man einmal in Worte gefasst hat, weiterleben wie bisher? Oder ist die stille Beschäftigung mit Worten die wirkungsvollste Art, das Leben zu verändern - wirkungsvoller als die lauteste Explosion?"
(Pascal Mercier)
"Entweder du kannst es, oder du kannst es nicht. Und wenn du es nicht kannst, dann weißt du nicht, daß du es nicht kannst, und dann ist es auch egal, solange du dir nicht zugucken mußt."
(Kinky Friedman, Greenwich Killing Time)
"Das gefährlichste Organ am Menschen ist der Kopf."
(Alfred Döblin)
"Wann beherrschst du eine fremde Sprache wirklich? Wenn du Kreuzworträtsel in ihr lösen kannst."
(Kurt Tucholsky)
"Es ist nicht so, daß sie die Lösung nicht sehen. Es ist so, daß sie das Problem nicht sehen."
(Gilbert Keith Chesterton)
"... dies Spiel ist ein Probierstein des Gehirns."
(Johann Wolfgang von Goethe, aus: Götz von Berlichingen, 2. Akt, Bamberg, Ein Saal)
"Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher."
(Voltaire)
"Das Geheimnis ist eine der größten Errungenschaften der Menschheit."
(Georg Simmel)
"Kultur ist Reichtum an Problemen, und wir finden ein Zeitalter um so aufgeklärter, je mehr Rätsel es entdeckt hat."
(Egon Friedell)
"Der Mensch wird nie aus eigenem Antrieb seinen Browning weglegen. Solang ich nicht schieß, schießt der andere."
(Bertolt Brecht)
"Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt."
(Albert Einstein)
"Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät ist es nchit witihcg, in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das ezniige, was wcthiig ist, ist dsas der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion sehten. Der Rset knan ttoaelr Bsinöldn sien, todzterm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das legit daarn, dsas wir nihct jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wrot als Gnaezs."
(Im Internet kursierender Experimentaltext, zitiert nach: Bastian Sick, Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod)
"Kann ich Sie kurz mal was fragen?"
(Columbo, über mehrere Jahrzehnte filmisch in Szene gesetzt von Peter Falk)
"Morse legte den Hörer auf und ließ sich in seinen Sessel mit dem Kreuzworträtsel zurücksinken. In Gedanken war er jedoch weit weg, und ein paar Worte, die er selbst gesagt hatte, hallten in seinem Kopf wider: etwas über ein besseres Ich ... Und er lächelte, weil er wusste, dass er an diesem Weihnachtsfest vielleicht ebenso viel Freude haben würde wie die Kinder oben in Littlemore. Er hatte in seinem Leben so viele Rätsel gelöst. War er nun allmählich, so fragte er sich, der Lösung des allergrößten Rätsels auf der Spur?"
(Colin Dexter, Das größte Rätsel. Zitiert aus: Wolfram Hämmerling (Hrsg.), It's Christmas Crime. Geschichten)
"Es gibt nur einfache Lösungen. Einziges Problem: Man muss sie finden."
(Zitiert nach: Robert M. Pirsig, Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten)
"Ein Mann sitzt in einer Gefängniszelle. Hier - so ungefähr sagt er - sei er wunschlos glücklich. Er habe hier alles, was er brauche: seine Musik, sein Kreuzworträtsel, immer frische Handtücher, Bettwäsche und das Radio. Und vor allem brauche er nie mehr auf ein Amt zu gehen. Er ist alleine und wird doch fürsorglich umhegt. Er ist am Ziel seiner Wünsche."
(N.N., entnommen aus einer Gefängnisbucheintragung)
"Sprich klar, mein Sohn, sprich nicht geschwollen, nicht gestochen! Wer in Rätseln beichtet, wird in Rätseln losgesprochen."
(William Shakespeare)
"... Das Rätsel hat etwas höchst Unbefriedigendes für den menschlichen Geist. Schon seine Existenz ist geeignet, unser Selbstgefühl zu beeinträchtigen. Die Versuchung, jene dadurch bedingte psychische Spannungen durch Einwirkung des gedanklichen Willens, der die Welt durch Ausfüllung von Lücken verständlich macht, loszuwerden, ist groß ..."
(Aus: Theodor Reik, Der unbekannte Mörder)
"Manche Worte gibt's, die treffen wie Keulen. Doch manche schluckst du wie Angeln und schwimmst weiter und weißt es noch nicht."
(Hugo von Hofmannsthal)
"Die Frage, was wir `verstanden´ haben (die abschließende Frage), ist nicht uninteressant. Den Text verstanden? Ja, ja, natürlich. Vor allem aber haben wir verstanden, daß, nachdem wir mit dem Lesen versöhnt sind und der Text seine Rolle als lähmendes Rätsel verloren hat, unsere Anstrengung, den Sinn zu erfassen, zum Vergnügen wird, daß nachdem die Angst, nicht zu verstehen, überwunden ist, die Begriffe Anstrengung und Vergnügen zum wechselseitigen Vorteil mächtig aufeinander einwirken, denn meine Anstrengung sorgt für die Steigerung meines Vergnügens, und das Vergnügen zu verstehen läßt mich bis hin zum Rausch in die leidenschaftliche Einsamkeit der Anstrengung eintauchen."
(Aus: Daniel Pennac, Wie ein Roman. Von der Lust zu lesen)
"... Das Schlimmste an der Schlaflosigkeit ist, daß man nicht ganz wach ist. Aber jetzt war ich plötzlich im Vollbesitz meiner Sinne, und wie ein Hund an seinem Knochen nagte ich an diesem Blödsinn herum. Ich war schon davon überzeugt gewesen, daß die Zeilen einen Hinweis enthielten, daß es aber unmöglich sein würde, ihn zu finden. Jetzt aber ging mir ein Hoffnungsschimmer auf, denn es kam mir vor, als erinnerte ich mich sehr vage an irgend etwas ..."
(Aus: John Buchan, Die drei Geiseln)
"`Bitte sehr, meine Herren´, sagte er, `darf ich Sie bitten?´ Er ging voraus durch das spitzgiebelige Tor, das wie ein Klostereingang aussah, das ihn aber an Angstschweiß, Geschrei und Schläge erinnerte, an Nervenzusammenbrüche und an Menschen, die sich an den Gitterstäben der kleinen Fenster erhängt hatten. Er winkte im Vorbeigehen dem alten Pförtner zu, der hinter dem Fenster über einem Kreuzworträtsel hockte. Vermutlich schlief er, das war nicht genau auszumachen, er hatte den Kopf in die aufgestützten Hände gelegt und die Augen geschlossen. Vielleicht dachte er auch nur über ein Wort mit fünf Buchstaben nach, das mit einem K anfing und als dritten Buchstaben ein A hatte."
(Aus: Hansjörg Schneider, Silberkiesel)
"Sie wollten, dass ich zusammenbrach, und wenn ich zusammenbrach, wäre alles umsonst gewesen, das ganze monatelange Training. Also sang ich laut irgendwelche Melodien vor mich hin. Ich kratzte mit den Fingernägeln über die Zellenwände, die von Pilzbefall ganz feucht waren, und ritzte meinen Namen als Anagramm ein: BRUSE. Ich spielte in Gedanken Spiele, dachte mir Kreuzworträtselfragen aus und kleine sprachliche Tricks. Ich verwandelte Überleben in ein Spiel. Ein Spiel, ein Spiel, ein Spiel. Ganz gleich, wie schlimm die Dinge sich zu entwickeln schienen, ich musste mich immer wieder daran erinnern, dass das alles ein Spiel war."
(Aus: Ian Rankin, Verborgene Muster)
... "Ungelöste Rätsel."
Raymond West blies eine Rauchwolke vor sich hin und wiederholte die Worte mit einer gewissen Selbstgefälligkeit.
"Ungelöste Rätsel."
(Aus: Agatha Christie, Der Dienstagabend-Club)
"Wann beherrschst du eine fremde Sprache wirklich? Wenn du Kreuzworträtsel in ihr lösen kannst."
(Kurt Tucholsky)
"Der Mensch jagt nach Rätseln und kaum hat er die Auflösung entdeckt, so ärgert er sich über sich selbst."
(Ludwig Tieck)
"Ich weiß nicht, ob es mir ... gelingt, dir meinen Gemütszustand jener Tage nahezubringen. Ich nehme an, du wirst mehr als einmal vor einem Kreuzworträtsel gestanden haben, das du bis auf ein einziges Wort gelöst zu haben glaubst, und du kennst zahlreiche Buchstaben dieses Wortes und mehr noch, es kommt dir bekannt vor, du ahnst es geradezu, es ist etwas, das dir geläufig ist und das du, ohne viel zu suchen, jeden Tag anwendest. Und du quälst dich und machst tausend Versuche, die Lücken mit unterschiedlichen Buchstaben zu füllen, und du sagst sie laut vor dich hin, als könnte der annähernde Klang dir das exakte Wort bringen. Aber es ist vergebens. Das Wort verschließt sich hartnäckig, und man könnte meinen, es fordert dich heraus und lacht über dich. Und das eine Mal bildest du dir ein, ihm ganz nahe zu sein, und das andere Mal siehst du es weiter und weiter wegrücken. Du glaubst eine Stimme an Deinem Ohr zu hören, die dir zuflüstert: `Heiß, heiß´ oder `kalt, kalt´, und in jedem Fall ist die Nähe so ärgerlich wie die Ferne, denn in keinem der Fälle gelingt es dir, es zu fassen."
(Aus: Miguel Delibes, Der Verrückte)
"Man kann doch auf die Dauer nicht leben von Kühlschränken, Politik, Finanzen und Kreuzworträtseln. Man kann doch nicht leben ohne Dichtung, ohne Farbe, ohne Liebe."
(Antoine de Saint-Exupéry)
"Ich löse gern Kreuzworträtsel", sagte Rose. Ich mag es, in die Köpfe anderer Menschen zu sehen, um zu begreifen, wie sie funktionieren." Anne zog an ihrer Zigarette. "Kreuzworträtsel haben ihre eigene Vollständigkeit", sagte sie, "wenn man gut darin ist."
(Robert Wilson, Das verdeckte Gesicht, S. 99)
"Der Irrgarten, jene wunderliche Kunstform am Schnittpunkt zweier englischer Passionen: die Liebe zum Gartenbau und der Liebe zum Kreuzworträtsel."
(Julian Barnes, Briefe aus London)
"Gedanken wollen oft - wie Kinder und Hunde -, dass man mit ihnen im Freien spazieren geht."
(Christian Morgenstern)
"Der Mensch ist die Rätselecke in Gottes großer Weltzeitung."
(Frei nach dem uns nicht persönlich bekannten Marcel Archard (1899 - 1974), der ein französischer Dramatiker und Bühnenautor war)
"... wie lösen sich die Rätsel? Nie. Ein Rest von Dunklem und Unaufgeklärtem bleibt, und in die letzten und geheimsten Triebfedern anderer oder auch unsrer eignen Handlungsweise hineinzublicken, ist uns versagt."
(Theodor Fontane: Schach von Wuthenow)


Liebe Krimirätsel-Freunde,