"Im Kopf des alten Mannes begann sich ein zartes, unerbittliches Geflecht von Schlussfolgerungen auszubilden, wie ein Kristall; erschaudernd fing
sich darin das Licht in Geistesblitzen und Thesen. Es war die größte Freude, die das Leben zu bieten hatte, dieses deduktive Kristallisieren, dieses Delirium des
Rätselns. Schrecklich lange hatte er ohne dieses Hochgefühl auskommen müssen."
(Michael Chabon, Das letzte Rätsel, S. 66)
Liebe Krimirätsel-Freunde,
sehr spät erst erstrahlt der Frühling dieses Jahr in seinem gewohnten Glanz. Bis vor kurzem hatten uns die Wintergefühle noch fest im Griff, und jetzt, wo bereits der
meteorologische Sommer herrscht, möchten wir nun auch endlich unser Frühlingsrätsel "Um-die-Ecke-gebracht Nr. 59" auflösen. Denn das hat Ihnen offenbar wieder
einmal alles abgefordert. Wie schon im letzten Rätsel taten sich viele von Ihnen mit "Um-die-Ecke-gebracht Nr. 59" augenscheinlich sehr schwer. So bekamen wir
zunächst annähernd so viele falsche wie richtige Zusendungen. Erst kurz vor Einsendeschluss überwog dann die Anzahl der richtigen Lösungen ganz eindeutig.
Gleichwohl wäre uns nicht im Traum eingefallen, dass wir Sie mit unserem Frühlingsrätsel vor höhere bzw. vor so große Probleme stellen würden.
In unserer Rätselnachlese haben wir demnach einiges zu klären und abzuarbeiten, - was einerseits Ihre Irrläufer und andererseits natürlich die einzig richtige und plausible Lösung betrifft.
Dass "Um-die-Ecke-gebracht Nr. 59" wie immer durchaus lösbar war, zeigten nicht zuletzt (sondern gleich ganz zu Beginn) die Zusendungen von Babett D. aus
Potsdam, Corinna K. aus Hamburg und Albrecht T. aus Dortmund, die schon nach wenigen Stunden auf die richtige Lösung gekommen waren.
Genug der Vorrede. Beginnen wir doch einfach gleich mit der detaillierten
RÄTSELNACHLESE
Wir freuen uns zunächst einmal sehr, dass die kommentierten Rätseleinsendungen, die für uns besonders aufschlussreich und wichtig sind, zunehmen und sich
langsam auf ein ganz beachtliches Niveau einpendeln. Es melden sich dabei übrigens zunehmend neue Mitglieder/innen unserer Rätselgemeinde zu Wort. Das ist sehr wichtig
für uns, denn über den natürlichen Motivationsschub hinaus können wir schließlich erst daran erkennen, wie die Rätsel im Einzelnen bei Ihnen ankommen und welche
Rätselfragen gefallen bzw. welche durchfallen. So merken wir schnell, wann, wo und wie wir bei Ihnen einen neuralgischen oder kritischen Punkt erreichen.
Die überaus zahlreichen und vielfältigen Zusendungen zu "Um-die-Ecke-gebracht Nr. 59" gaben uns deshalb wieder einigen Aufschluss über die Befindlichkeiten
unserer Rätsellöser/innen. Und wir bitten Sie inständig, auch in Zukunft nicht mit Ihrem Lob oder Ihrer Kritik hinter dem Berg zu halten. (Wir haben
uns sogar schon überlegt, einen eigenen kleinen "Kritikerpreis" auszuschreiben, aber unsere Glücksfee Polly fand das - Zitat - "zu
affig", so dass wir die Sache dann auf sich beruhen ließen, - nach welchen Kriterien sollten wir so etwas auch durchführen!?) Sagen Sie uns also
Ihre Meinung! Nur so bleibt dieses Rätsel lebendig und bereitet Rätselmachern wie Rätsellösern/innen den entsprechenden Lust- und Erkenntnisgewinn.
Unsere Aufforderung zur Kritik beherzigte übrigens vorauseilend ein Berliner Rätselzeitgenosse:
"Einige Aufgaben haben mich ganz schön ins Grübeln gebracht. Z.B. der TEDDYBAER [7 waagerecht; Anm. d. Red.]. Auch von Pink Panther auf Claudia CARDINALE [22 waagerecht]
zu kommen hat etwas gedauert. Die rechte obere Ecke hatte es sowieso in sich. So musste ich für das schwierige Land (12 Senkrecht [ASIR]) glatt Google bemühen. Etwas Kritik muss
ich leider doch anbringen: Die neu entdeckte FOLTER der USA fand ich schon grenzwertig. Wenn auch inhaltlich richtig im Zusammenhang mit Eurem Rätsel nicht mein Geschmack."
(Markus F. aus Berlin, am 30.04.2010)
Tja, mit politischen Statements oder Kommentaren zum politischen Zeitgeschehen in solchen Rätseln ist es tatsächlich eine heikle Sache. Das kann man sich eigentlich
nur leisten, wenn man völlig unabhängig ist und der satirische Charakter der Aussagen deutlich wird. Und selbst wenn man natürlich bei der Wahrheit bleibt (hier
die FOLTER, die in 14 senkrecht mit "Die haben die USA unter George W. Bush neu für sich entdeckt" umschrieben wurde), gewinnen solche Umschreibungen oft einen mehr
als nur fragwürdigen Charakter ...
Nun gehen wir davon aus, liebe Rätselgemeinde, dass Sie sich von uns nicht "indoktriniert" fühlen, wobei doch schon früher ein kritischer Rätsellöser sich darüber
mokiert hatte, wie wir - die Rätselmacher - z.B. mit allen möglichen Zitaten und Anspielungen über die Institution der EHE herziehen würden. Einmal wurde uns sogar
der mutmaßliche Hass auf Mathelehrer unterstellt, den wir aber selbstverständlich genauso von uns weisen wie jede Katzen-, Kinder- oder Kirchenhasser-Attitüde. (Wüßten wir doch nur
noch, auf welches unserer bisher 60 Rätsel sich dieser mathematisch unlogische Vorwurf bezog!?)
Sie sehen, das Leben von Rätselmachern ist nicht leicht.
Zum Glück gibt es in unserer Rätselgemeinde aber kaum Besserwisser oder Erbsenzähler, so dass wir uns über Einzelkritiken wie oben eher freuen
als darüber in Verdruss zu geraten. Nicht zuletzt merkte selbst unser Korrekturleser KH1 bereits vor etwa 10 Rätseln einmal an, wir sollten es doch mit unseren "Kommentaren" zur US-Kultur und US-Politik ein wenig gelassener angehen. Vielleicht ist da ja was dran ...
Ungetrübtes Lob kam unterdessen von einem unserer "neueren" Rätsellösern aus dem Fränkischen:
"Das Lösen von Rätsel Nr. 59 war wieder einmal ein wahrer Genuss und eine tolle Abwechslung zum Lesen spannender Krimis. Die Lösung konnte ich zwar ziemlich
schnell erarbeiten aber im Gegensatz zum Rätsel in der `Zeit´, das ich fast nie komplett lösen kann, habe ich bei Ihrem Rätsel regelmäßig ein schönes Erfolgserlebnis."
(Achim A. aus Fürth, am 19.04.2010)
"Um-die-Ecke-gebracht Nr. 59" wäre aber keines unserer Hammett-Rätsel gewesen, wenn Sie nicht auch hier über das eine oder andere leere 21 waagerecht bzw. KAESTCHEN
klagen müssten:
"Hallo Hammetts,
Auf den allerletzten Drücker hier unsere Lösung. Diesmal eine echt harte Nuss für uns: Besonders die ganze Ecke rechts oben!"
(Karolin W. und Uli T. aus Sachsenheim im baden-württembergischen Landkreis Ludwigsburg, am Tag des Einsendeschlusses am 24.05.2010)
Und dass der Teufel letztlich im Detail steckte, zeigt die Zuschrift einer altgedienten Rätsellöserin und ihren familiären Mitstreitern aus dem Hessischen:
"Das Rätsel ist mir leicht gefallen. Nachdem alle Kästchen gefüllt waren, hatte ich aber zunächst keinen Schimmer, was ich daraus machen kann. Der versteckte
Hinweis auf bilderbuchartigen Erfolg ließ mich auf die ... [STOP! - Die Auflösung folgt gleich; Anm. d. Red.] ... aber leicht gefallen ist es mir nicht ..... und
gutmütig wie ich bin, gebe ich auch die Lösungen an meine Familie weiter (bin ja eine gute Mutter)."
(Rita P. aus Hennef, am 23.05.2010)
Die Klammerbemerkung wollen wir großzügig überhört haben. Denn oft schon mussten wir feststellen, wie "Um-die-Ecke-gebracht" zu einer wilden Familienveranstaltung mit
unzähligen Mehrfachzusendungen wurde. Nun erscheint uns dies als das Schicksal eines jeden modernen Rätsels mit Preisausschreiben. (Vielleicht
sollte man zu den Gepflogenheiten der aufklärerischen Zeiten des 18. und 19. Jahrhunderts zurückkehren und wieder öffentlich "Welträtsel" wie die Entschlüsselung der
Hieroglyphen ausschreiben? - Verrückt wäre dann doch, wenn Milena K., Franz K. und fünf weitere K.s (allesamt aus P. stammend) in der Folge mit der gleichen genialen
Lösung aufwarten würden ... - aber lassen wir das.)
Folgende Hauptschwierigkeit war in allen Zusendungen zu "Um-die-Ecke-gebracht Nr. 59" herauszulesen: Die Kombination von 7, 18, 22, 24 waagerecht und ihren
senkrechten Buchstabenzuträgern samt der richtigen Entschlüsselung der schattierten Felder mit der Zielfahndung nach dem/der gesuchten Autoren/in. Vor allem 22
waagerecht ("Die wickelte den rosaroten Panter glatt um den Finger") empfanden dabei viele als knifflige Hürde. So auch Jutta G. aus Bremen:
"Euer Rätsel war, wie so oft, hammerhart. Insbesondere `der rosarote Panther´ ließ mich fast verzweifeln. Nachdem ich aber die CARDINALE und damit `DICK´ hatte,
war alles klar für die Lösung."
(Jutta G. aus Bremen, am 17.05.2010)
Einer der beliebtesten Rätselbegriffe war diesmal das modifizierte Anagramm in 66 waagerecht (das Changieren zwischen MODERN und MORDEN). Im Einzelnen
als am schwierigsten empfunden wurde neben dem Lösungsbegriff und der Autorensuche von den meisten 12 senkrecht ASIR, das wir mit "Schwieriges Land in
31 waagerecht [ARABIEN; Anm. d. Red.]" umschrieben hatten und das im dortigen Wortgebrauch mithin tatsächlich sinngemäß "schwieriges Land" bedeutet. Die speziellen Fallstricke von "Um-die-Ecke-gebracht Nr. 59"
fasste Sigrid L. aus Berlin folgendermaßen zusammen:
"Köstlich amüsiert habe ich mich über 18 w die SARDINEN, `die in Öl machen, aber nur in kleinen Dosen´, 7 w den TEDDYBAER, der `in der freien Wildbahn die Barbie´
fressen würde und 20 s KNEBEL, den `Überfall auf das Sprachzentrum´."
(Sigrid L. in ihrer E-Mail vom 21.04.2010)
Kommen wir zurück zu den allgemeinen gedanklichen Klippen von "Um-die-Ecke-gebracht Nr. 59". Wie bereits erwähnt, taten sich die meisten unserer Rätsellöser/innen dieses Mal mit der Lösung der zentralen Rätselfrage und der Kombination dieser mit der Autorenfrage sehr schwer. Dennoch war trotz aller unternommenen Abwägungen "nur" nach der berühmten amerikanischen Comic- und Detektivfigur DICK - TRACY gefragt. Zu unserer allgemeinen Überraschung haben jedoch viele von Ihnen nicht die dazugehörige "Krimiautorin" herausgefunden. Um nun aber letztlich alle Nebelschleier von Fragen und Antworten zu lüften, hier
DIE VOLLSTÄNDIGE UND RICHTIGE AUFLÖSUNG
Was haben wir zu der Autorenfrage nicht alles für Vorschläge bekommen: Ein genauso ominöser wie uns und der Welt unbekannter DICK LEPORELLO machte so bei mindestens fünfzig falschen Einsendungen die Runde. In diesem frappierenden Fall wurden wir jedoch neugierig und recherchierten dann doch einmal eingehender, wie man auf dieses Lösungswort kommen konnte. Selbstverständlich gibt es weder eine Comicfigur namens DICK LEPORELLO noch eine/n Krimiautoren mit dem Nachnamen LEPORELLO. Diese falschen Zusendungen beruhen auf einer vollkommen misslungenen Google-Recherche und machten dann offenbar schneller in der Rätselgemeinde die Runde als jeder vernünftige Gedanke - wie immer es der Urheber der fragwürdigen Lösung auch schaffte, seine Mitlöser/innen von seiner eigenwilligen Idee zu überzeugen.
Schon etwas nachvollziehbarer war der Lösungsvorschlag DICK FRANCIS, weil es sich hier immerhin um eine quasi teilrichtige Lösung handelt und auf einen tatsächlich
bedeutenden Krimiautoren getippt wurde. Doch auf DICK FRANCIS passen nun wiederum gar nicht die Anspielungen auf die Comicfigur ("mit wahrhaft bilderbuchartigem
Erfolg") noch ist Dick Francis ein richtiges Pseudonym. Verwirrend wirkte wahrscheinlich für viele von Ihnen, dass Dick Francis in seinen letzten Lebensjahren
tatsächlich noch zusammen mit seinem Sohn Felix in Koautorenschaft trat und zwei Krimis verfasste. Überdies wurde ja gerüchteweise seit längerem gemunkelt, dass
bereits früher Francis' Ehefrau Mary nicht unentscheidend auf seine Romane eingewirkt hatte. Das alles zusammen konnte dann tatsächlich mit dem Autorennamen FRANCIS ein
"buchstäblich mehrfaches Erzähltalent" nahelegen. Falsch war dieser Lösungsansatz - wie Sie sehen - leider dennoch. Im Übrigen wollen wir dazu noch einmal ausdrücklich
betonen, dass in "Um-die-Ecke-gebracht" niemals ein Autor zweimal in den Mittelpunkt gerückt wird. Und nach Dick Francis hatten wir als Autor ja schon in einem
unserer sehr, sehr frühen Rätsel gefragt (vgl. unser Rätselarchiv » ).
Nun waren unsere Rätsellöser/innen dieses Mal noch weitaus phantasiereicher: Zu den bereits genannten (fehlgeleiteten) Lösungsorschlägen kamen noch weitere
abenteuerliche Erklärungsversuche hinzu. So stand auf verschiedenen Lösungszetteln respektive Mails u.a. noch der Name "Dick Grayson/Devin Grayson
oder Dick Grayson/Kristine Grayson (eigentlich Kristine Kathryn Rusch)", wobei die Rätsellöser/innen hier haarscharf an zwei Tatsachen vorbeischrammten: Richard John
"Dick" Grayson ist zwar die berühmte Superhelden-Figur "Robin" aus den Batman-"Detective"-Comics, wird aber nicht unbedingt der Kriminalliteratur und ihrem kulturellen
Umfeld zugerechnet, sondern eher den Fantasy-Comics. Überdies erschließt sich aus dem Nachnamen "Grayson" leider auch kein in breiterer Öffentlichkeit bekannter Krimiautor
mit Pseudonym.
Soweit zu den gescheiterten Lösungsversuchen. Ein gelungener Lösungsprozess lässt sich dagegen sehr gut und zusammenfassend an der Zuschrift von Gerald B. aus
Berlin ablesen:
"Liebe Hammetts,
wieder mal ein Rätsel, das mich schier hat verzweifeln lassen! Das lag nicht nur an so äußerst kniffligen Fragen wie der nach einem `schwierigen Land´, sondern auch
daran, dass ich mir relativ schnell mit der Rätsel-Lösung sicher war: Nick Knatterton musste es sein. `Verbrechensbekämpfer, hartgesotten, bilderbuchhafter Erfolg´ -
alles passte! Etwas störend fand ich nur, dass diese Lösung a) mit dem Barbie-Vernascher kollidierte und mir b) beim besten Willen kein Krimi-Autor namens Knatterton
einfiel. Also musste ich wohl oder übel umdenken ... Der Barbie-Vernascher machte dann aus dem Nick einen Dick, aber `DICK´??? - dazu fiel mir lange nur Dick Francis
ein, aber der / das passte ja nun absolut nicht zur Fragestellung. Bis mir dann urplötzlich ein Warren-Beatty-Film einfiel - da gab es doch mal eine ziemlich
abgefahrene Comic-Verfilmung ...?? Tja, und dann war die Lösung klar: DICK TRACY und - die mir unbekannte - P. J. TRACY, über die mich die Krimi-Couch belehrte:
P.J. TRACY ist das Pseudonym von P.J. Lambrecht und Traci Lambrecht, ein Mutter-Tochter-Autoren-Team, die als Drehbuchautorinnen begonnen haben. - - - Und endlich kann
ich wieder ruhig schlafen ..."
(Gerald B. aus Berlin, morgens am 06.05.2010)
Nick KNATTERTON - darauf wären selbst wir nicht gekommen. Verblüffend. - Schwierig war nun an "Um-die-Ecke-gebracht Nr. 59" zweifellos, dass das Lösungswort und
die gesuchten Autorinnen gedanklich mehrfach namentlich ineinander "verschränkt" waren. Zunächst suchten wir mit dem Lösungswort einen Comic-Helden mit Vor- und
Zunamen, nämlich Dick TRACY, der nicht nur in den USA seit den 30er Jahren "mit wahrhaft bilderbuchartigem Erfolg" seine Fälle
löst. Der Comicstrip Dick TRACY wurde von dem Comiczeichner Chester Gould (* 20. November 1900 in Pawnee; gest. am 11.
Mai 1985) entwickelt und wird bis heute in Zeitungen abgedruckt. Die Storys um Dick Tracy handeln von dem gleichnamigen Polizeiinspektor und seinem Kampf gegen das
Verbrechen in Chicago. Der Comicfigur verlieh übrigens 1990 die Verfilmung von Warren Beatty (der darin auch die Hauptrolle spielte) noch einmal große Popularität.
P.J TRACY haben sich währenddessen erst seit 2003 in die obere Liga der Kriminalliteratur und Thriller-Autoren eingeschrieben. Dass mit diesem
Autorennamen zum einen ein Pseudonym und zum anderen ein Sammelpseudonym für zwei Autorinnen, nämlich Mutter und Tochter Lambrecht, gesucht wurden, machte
"Um-die-Ecke-gebracht Nr. 59" umso kniffliger. Trotz allem hat der überwiegende Teil unserer Rätselgemeinde diese Aufgaben gemeistert, gleichwohl etwa 30% von
Ihnen leider auf den oben beschriebenen Holzwegen waren.
Bernhild K. aus Rüsselsheim resümiert "Um-die-Ecke-gebracht Nr. 59" schließlich folgendermaßen:
"Ich habe lange gebraucht, bis ich wenigstens zwei gelbe Felder ausgefüllt hatte, da fehlten mir noch der TEDDYBAER [7 waagerecht; Anm. d. Red.] und das PAKTIEREN
[24 waagerecht]. Und dann ging das Recherchieren los: Zuerst hab ich nach einem Nick gesucht, Knatterton hätte mir auch gepasst, aber da gabs keinen entsprechenden
Krimiautor. Als weit und breit kein passender Nick zu finden war, hab ichs dann mal mit DICK versucht, und wurde fündig; ich hab diese Comics nie gelesen, aber Wikipedia
kannte sie und so habe ich jetzt auch diese Wissenslücke geschlossen. Lange habe ich auch gebraucht, um beispielsweise den Mr. No [47 senkrecht; Anm. d. Red.] als den
Begriff zu erkennen, der gesucht war, obwohl ich es mehrfach gelesen hatte (ganz schön tricky, die Frage!). Und mit den gefundenen NEUN Schneidern [35 waagerecht] war ich
auch nicht lange glücklich, weil dann PILATUS [28 senkrecht] zu einem Pelatus geworden wäre. Insgesamt habe ich diesmal deutlich länger gebraucht zum Lösen, aber das bringt
ja gerade den Spaß, wenn nach harter Arbeit am Ende dann doch alles passt."
Wir vom Hammett-Rätselteam haben bei all dem großen Respekt vor Ihrer Phantasie, Ihrem Grips, Ihrem Witz und Ihren kritischen Anwandlungen. Wir freuen uns deshalb
schon auf das nächste, fast schon jubiläumsmäßige "Um-die-Ecke-gebracht Nr. 60". Seien Sie sich sicher, dass wir Ihnen mit diesem Sommerrätsel sicher wieder
ganz ordentlich etwas auftischen werden!
Bis auf Weiteres und mit rätselhaften Grüßen
Ihr "Hammett"-Rätselteam
DIE AUSLOSUNG UND ...
Nach amtlichen Zahlen gibt es insgesamt 105.000 + x Hunde in Berlin. Aber auch dieses Mal kam ausschließlich und allein unsere Ladenhündin und nebenberufliche Glücksfee Polly in Frage, um unsere 10 Gewinner/innen mit hündischem Geschick zu ziehen. Sie ging damit wieder ihrer wohl liebsten Nebenbeschäftigung nach und schritt vierpfotig und gewohnt souverän an die Lostrommel. In aller Ruhe schnappte sie die geforderten zehn Male in die unübersichtliche Papierflut voller richtiger Lösungen. (Inklusive diverser "Leckerli" - was unseres Erachtens aber keineswegs als tierisches Doping zu bewerten wäre.) Es bleibt festzustellen, dass Polly ihre Aufgabe dabei wieder in unvergleichlicher Unparteilichkeit und mit einzigartiger hündischer Leidenschaft meisterte.
HIER DIE GEWINNER/INNEN ...
| 1. Preis: |
Michael Connelly "So wahr uns Gott helfe" + 1 Audio-CD "Dark Sacred Night - the Music of Harry Bosch".
Ein Harry-Bosch-Roman (Band 14). Aus dem Amerikanischen von Sepp Leeb. (Originaltitel: "Brass Verdict" - Deutsche Ausgabe:
Heyne Verlag: München 2010; geb. mit Schutzumschlag, 511 Seiten.)
|
| Frau Manuela W. aus Berlin. |
| 2. Preis: |
Jo Nesbø "Leopard".
Aus dem Norwegischen von Günther Frauenlob und Maike Dörries. Krimiserie um Harry Hole Band 8. (Originaltitel: "Panserhjerte"; - Deutsche Ausgabe:
Ullstein Verlag: Berlin 2010; geb. mit Schutzumschlag, 699 Seiten.)
|
| Frau Angela G. aus Neuss. |
| 3. Preis: |
Martin Suter "Der Koch".
Deutschsprachige Originalausgabe.
Diogenes Verlag: Zürich 2010; geb. mit Schutzumschlag, 311 Seiten.)
|
| Herr Wolfgang K. aus Erftstadt-Friesheim. |
| 4. Preis: |
Jeffery Deaver "Allwissend".
Aus dem Amerikanischen von Thomas Haufschild. (Originaltitel: "Roadside Crosses" - Deutsche Ausgabe:
Blanvalet Verlag: München 2010; geb. mit Schutzumschlag, 541 Seiten.)
|
| Frau Judith S. aus Neustadt. |
| 5. Preis: |
Åke Edwardson "Toter Mann".
Aus dem Schwedischen von Angelika Kutsch. Kommissar Erik Winter Band 9. (Originaltitel: "Nästan död man" - Deutsche Ausgabe:
Ullstein Verlag: Berlin 2009, geb. mit Schutzumschlag, 537 Seiten.)
|
| Frau Jutta G. aus Bremen. |
| 6. Preis: |
Tom R. Smith "Kind 44".
Ausgezeichnet mit dem CWA Ian Fleming Steel Dagger 2008. Aus dem Englischen von Armin Gontermann. (Originaltitel: "Child 44" - Deutsche Ausgabe:
DuMont Buchverlag: Köln 2009; geb. mit Schutzumschlag, 507 Seiten.)
|
| Frau Ingrid K. aus Lippetal. |
| 7. Preis: |
Matti Rönkä "Russische Freunde".
Ausgezeichnet mit dem Finnischen Krimipreis 2006. Aus dem Finnischen von Gabriele Schrey-Vasara. (Originaltitel: "Ystävät Kaukana" - Deutsche Ausgabe:
Lübbe: Köln 2010. 189 Taschenbuchseiten.)
|
| Frau Elisabeth A. aus Berlin. |
| 8. Preis: |
Gerald Kersh "Ouvertüre um Mitternacht".
Aus dem Englischen von Frank Nowatzki. (Originaltitel: "Prelude to a Certain Midnight" - Deutsche Ausgabe:
Pulp Master: Berlin 2009. 272 Taschenbuchseiten.)
|
| Frau Angela P. aus Hennef. |
| 9. Preis: |
Jim Nisbet "Dunkler Gefährte".
Aus dem Amerikanischen von Frank Nowatzki und Angelika Müller. (Originaltitel: "Dark Companion" - Deutsche Ausgabe:
Pulp Master: Berlin 2009. 191 Taschenbuchseiten.)
|
| Frau Eva R. aus Berlin. |
| 10. Preis: |
Paul Cleave "Die Toten schweigen nicht".
Aus dem Englischen von Frank Dabrock. (Originaltitel: "Cemetery Lake" - Deutsche Ausgabe:
Heyne Verlag: München 2009. 464 Taschenbuchseiten.)
|
| Frau Judit N. aus Karlsbad. |
Die Preise wurden den Gewinner/innen bereits per Post zugeschickt oder liegen hier bei uns im Laden zur Abholung bereit. - Wir sind von Mal zu Mal ganz
erstaunt über Ihre phantasievollen Zusendungen. Diese kommen aus allen Teilen Deutschlands und den verschiedensten Teilen der restlichen Welt. Dabei ist es
jedes Mal eine wahre Freude, die bunte Vielfalt an E-Mail-Zusendungen, witzigen Postkarten, abenteuerlichen Lösungszetteln und persönlichen Widmungen vom
Briefträger, vom Computer oder von Ihnen persönlich entgegenzunehmen. So erreichten uns dieses Mal Zusendungen aus über 130 Großstädten und kleineren Orten
in Deutschland und unser ganzen großen Welt:
Wir hoffen schließlich und letztlich, dass mit dieser ausführlichen Rätselnachlese und unseren diversen Anmerkungen nun wirklich alle Rätsellöser/innen
unserer großen Rätselgemeinde zu ihrem Recht gekommen sind!? - Zum Schluss aber vielleicht doch noch eine kleine Anmerkung, die von einem herzlichen Wuff! und
Hundegruß von unserer Glücksfee Polly begleitet wird:
Einige aus unserer Rätselgemeinde scheinen bemerkenswerter Weise hin und wieder rätseltechnische Hilfe von ihren hündischen Vierbeinern zu bekommen, so z.B. Wolfgang S. aus Bremen mit seinem Hund Robby. Dieses Mal allerdings schlief das Tier, und der schlaue Hundebesitzer freute sich über seinen genauso menschlichen wie ratetechnischen Alleingang:
"Liebe Polly,
diesmal will ich dem (schon schlafenden) Robby doch mal zeigen, dass sein Herrchen ... schlau genug ist, es auch ohne seine Hilfe zu schaffen, das Rätsel zu lösen!
Also, ich habe folgendes raus: Lösungswort DICK TRACY; Autorenname P. J. TRACY.
Na, was sagst Du nun? - Zuerst war ich ja auf dem Holzwege, mit NICK KNATTERTON und so (wegen "bilderbuchartig"), aber dann fiel mir natürlich auch noch DICK TRACY
ein (diese Comicfigur gibt es ja auch schon seit 1931)!"
Hund Dino, Vierbeiner im Haushalt unserer langjährigen und treuen Rätselfamilie H. aus Stuttgart, sei von Polly bei dieser Gelegenheit übrigens wieder einmal
recht wuffig und knuffig gegrüßt. Außerdem scheiterte schließlich noch ein Rendezvous mit der treuen Gefährtin von Markus F. aus Berlin, der uns mit der
Anreizmethode im Vorfeld zur Auslosung versprach:
"Solltest Du mich bei der Verlosung ziehen, würde ich meine Setterin mitbringen. Vielleicht versteht ihr Euch ja."
Pech gehabt. Polly ist zwar durchaus gesellig, aber wie immer auch `unbestechlig´. (Und weit gezieltere "Bestechungsversuche" gab es dieses Mal ohnehin wieder zu
genüge.) Doch wird Polly die namenlose Setterin nun je einmal kennenlernen?