Krimi-Zitate: Gut und Böse (Himmel und Hölle)
EXTREME
"Die Hölle, das sind die anderen."
(Jean-Paul Sartre)
"Im Theater des Lebens ist
Die Rolle des Zuschauers
Gott und den Engeln vorbehalten."
(Francis Bacon; zitiert nach dem Motto von: Marc Behm, Das Auge)
"Die Menschen sind heutzutage nicht schlechter, als sie früher waren. Nur die Berichterstattung über ihre Taten ist gründlicher geworden."
(William Faulkner)
"Seine eigenen dunklen Seiten zu kennen ist die beste Voraussetzung dafür, mit den dunklen Seiten anderer Menschen zurechtzukommen."
(C.G. Jung; zitiert nach: dem Motto aus Joseph Finder, Nightmare, S. 6)
"Es gibt nichts Gutes Außer: Man tut es."
(Erich Kästner)
"Ungeheuer ist viel, doch nichts Ungeheureres als der Mensch."
(Sophokles, aus: Antigone, Chorpassage)
"Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehen, daß er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein."
(Friedrich Wilhelm Nietzsche)
"Es gibt wenige böse Menschen, und doch geschieht so viel Unheil in der Welt; der größte Teil dieses Unheils kommt auf Rechnung der vielen, vielen guten Menschen, die nichts weiter als gute Menschen sind."
(Johann Nepomuk Nestroy)
"Wenn wir einmal nicht grausam sind, dann glauben wir gleich, wir seien gut."
(Kurt Tucholsky)
"Es hat sich bewährt, an das Gute im Menschen zu glauben, aber sich auf das Schlechte zu verlassen."
(Alfred Polgar)
"Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht."
(Georg Büchner: Woyzeck; gefunden in Ingmar Bergmann: Das Schlangenei)
"Jedes Volk hat seinen eigenen Begriff von Gut und Böse."
(Feodor Michailowitsch Dostojewski, Die Teufel II, 1, 7)
"Was hier not tut, wäre die Einsicht, daß wir alle Ungeheuerlein sind; beziehungsweise, weniger schockierend ausgedrückt: daß zumindest Gedankenspiele von Lust & Mord zum unveräußerlichen Bewußtseinsstand auch des normalen Bürgers gehören."
(Arno Schmidt, aus: Die 10 Kammern des Blaubart)
Machen sie sich klar, meine Herren: Gerade das ist doch das Schrecklichste - daß es keinen Schrecken gibt!
(Aleksandr Kuprin; zitiert nach Nelson Algren, Der Mann mit dem goldenen Arm)
"Man bessert sich oft gründlicher durch den Anblick des Bösen als durch das Vorbild des Guten."
(Blaise Pascal)
"Die Lust am Bösen ist unsterblich."
(Ingrid Noll)
"Das Böse ist des Menschen beste Kraft."
(Friedrich Nietzsche)
"Das Negative interessiert mehr als das Positive. Das hat schon Shakespeare gewußt. Im Grunde ist das erfreulich; denn es beweist, daß das Negative immer noch die Ausnahme ist."
(Tennessee Williams)
"Erst das Böse gibt dem Guten seine Leuchtkraft."
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, 1722-1873)
"Ein Jucken spür ich, ganz verstohlen, Das Böse kommt auf leisen Sohlen."
(William Shakespeare)
"Wenn du die Geschichte eines großen Verbrechers liest, so danke immer, ehe du ihn verdammst, dem gütigen Himmel, der dich mit deinem ehrlichen Gesicht nicht an den Anfang einer solchen Reihe von Umständen gestellt hat."
(Georg Christoph Lichtenberg, 1741-1799)
"Die Gesellschaft ist ihrem Wesen nach kriminell, wenn es anders wäre, würde es sie nicht geben. Egoismus hält alles aufrecht - absolut alles - alles, was wir hassen, alles was wir lieben."
(Joseph Conrad; zitiert nach Gerhard Roth, Der Plan)
"Sie dürfen nicht außer Acht lassen, daß das Verbrechen lange Zeit in verschiedenen Gesellschaftssystemen geduldet, manchmal sogar von ihr organisiert wurde. Wenn man nicht tötete, wurde man als Feigling angesehen. Der Lebensmittelhändler um die Ecke lernt, auf Befehl zu töten, wenn eine Mobilmachung ausgerufen wird. Wenn er wieder nach Hause darf, verlangt man von ihm, daß er in seinen Laden zurückkehrt. Er hat doch das Gelernte inzwischen nicht vergessen! Warum hat den die Kriminalität so stark zugenommen? Niemand kann oder will es sagen. Nach dem Algerienkrieg hat sie zugenommen! Seit dem Koreakrieg! Man hat statistisch erfaßt, was aus den ehemaligen Koreakämpfern in den Vereinigten Staaten geworden ist. Die Grausamkeit hat es in jedem Zeitalter gegeben, die Verbrecher wurden vor den Augen der Bevölkerung gevierteilt. Sehen sie, der Mensch ist das grausamte Tier der Schöpfung, weil er bewußt handelt; er tut es absichtlich, nicht weil er muß..."
(Georges Simenon; zit. aus: Simenon auf der Couch. Fünf Ärzte verhören den Autor sieben Stunden lang)
Tipp: Lesen Sie mehr über Georges Simenons Ansichten zum Bösen in der Welt: Georges Simenon: Simenon auf der Couch. Fünf Ärzte verhören den Autor sieben Stunden lang
"Warum in die Ferne schweifen, sieh, das Böse liegt so nah."
(Ludwig Marcuse)
"Die Straßen waren dunkel von etwas mehr als der Nacht."
(Raymond Chandler; zitiert nach: Diogenes Werbepostkarte 2009 zum 50. Todestag Raymond Chandlers)
"In der wahrhaft dunklen Nacht der Seele ist es immer drei Uhr morgens, Tag für Tag."
(F. Scott Fitzgerald, Der Knacks, zitiert nach Michael Robotham, Adrenalin, Goldmann: München 2007, S. 357)
DEFINITIONEN
"Der Mensch, weder zum Guten noch zum Bösen festgelegt, ist lernfähig und vernunftfähig. Daher ist Demokratie möglich. Er ist fehlbar, kann irren und in Unmenschlichkeit zurückfallen. Darum ist Demokratie nötig."
(Grundsatzprogramm von 1989 der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), Teil II., 1.)
"Gewiß wird es immer Leute geben, die sagen, daß Gut und Böse nicht existieren: Das sind diejenigen, die mit dem wahren Bösen noch nie zu tun gehabt haben. Das Gute ist viel weniger überzeugend als das Böse; es liegt daran, daß beide in ihrem chemischen Aufbau verschieden sind.
Wie das Gold findet sich das Gute in der Natur niemals in reiner Form. Es erscheint daher normalerweise nicht gerade imponierend. Es hat die unangenehme Eigenschaft, nichts zu bewirken, und stellt sich statt dessen gern zur Schau.
Das Böse dagegen ist wie ein Gas: nicht leicht zu sehen, aber am Geruch zu erkennen. Meistens stagniert es und bildet eine erstickende Hülle. Zuerst weckt es den Anschein, als wäre es unschädlich - und dann sieht man, wie es wirkt, macht sich klar, wie viel Boden es schon gewonnen, wie viel Arbeit es geleistet hat - und man wird niedergestreckt, denn in diesem Augenblick ist es schon zu spät. Das Gas lässt sich nicht vertreiben.
Ich lese im Lexikon: `Eigenschaften der Gase: Ausdehnbarkeit, Elastizität des Volumens, Kompressibilität, geringes spezifisches Gewicht!´ Man könnte schwören, eine Beschreibung des Bösen."
(Nathalie Nothomb: Der Professor. Diogenes Verlag: Zürich 1996, S. 106)
Tipp: Lesen Sie mehr Abgründiges von Nathalie Nothomb (und unsere Rezension zu dieser Meisterin des schwarzen Humors): Nathalie Nothomb: Der Professor
"Die Liebe ist ein Wunder, das immer wieder möglich, das Böse eine Tatsache, die immer vorhanden ist."
(Friedrich Dürrenmatt)
"Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären."
(Friedrich Schiller, Piccolomini)
"Das Böse ist eine Konvention wie das Gute. Man einigt sich darauf. Menschen opfern war gut. Menschen fressen war gut. Menschen rädern war gut. Menschen bombardieren ist gut. Menschen in die Luft sprengen ist gut. Je nachdem."
(aus: Martin Suter, Der Teufel von Mailand. Diogenes Verlag: Zürich 2006, S. 270)
Tipp: Lesen Sie zu diesem Titel unsere Buchbesprechung: Martin Suter, Der Teufel von Mailand
MENSCHENSCHLÄGE
"Es ist nicht zu ändern: Schurken sind einfach aufregender."
(Wolf Wondratschek)
"Schurken verschiedener Nationalität verstehen einander wortlos."
(Halldor Laxness)
"Wenn man die Inschriften auf den Friedhöfen liest, fragt man sich unwillkürlich, wo denn eigentlich die Schurken begraben liegen."
(Peter Sellers)
"Gute Menschen richten eine Menge Unheil auf der Welt an. Und das größte Unheil kommt wahrscheinlich daher, daß sie aus der Unmoral eine so unheimlich wichtige Sache machen. Die Leute in gute und schlechte zu unterteilen ist absurd. Die Leute sind entweder nett oder fad."
(Oscar Wilde)
"Jeder schließt von sich auf andere und berücksichtigt nicht, daß es auch anständige Menschen gibt."
(Heinrich Zille)
"Mich interessiert das Gute nicht. Mir ist egal, wem meine Arbeit nützt. Ich arbeite nicht für den Richter und nicht für den Staatsanwalt, auch nicht für die Gerechtigkeit, die gibt es nämlich nicht, sondern einzig für die Wahrheit. Wie in `Tanz der Vampire´: Da gibt es diesen verrückten Wissenschaftler, der sagt: Mich interessiert nur das Objektive. Er ist ein Witzfigur, aber das macht den Wissenschaftler aus. Seine Drähte und klemmen sind ihm wichtiger als Liebe, Hass und Sünde."
(Mark Bennecke, Kriminalbiologe. Zitiert nach: Philipp Lichtenbrink und Jens Mühling im Interview mit Mark Benecke: "Ich würde einen Profikiller suchen". In: Der Tagesspiegel Nr. 19791 vom 20.01.2008, S. S1)
AUSPRÄGUNGEN DES BÖSEN
"Habgier, der Antrieb des Fleißes."
(David Hume, Of Civil Liberty. Zitiert nach dem Anfangsmotto in Ian Rankin "Ein eisiger Tod")
"Furcht und Habgier sind die Ursachen der Grausamkeit."
(Abbé Ferdinando Galiani)
"Habgier im Alter ist eine Narrheit. Vergrößert man denn seinen Reiseproviant, wenn man sich dem Ziel nähert?"
(Napoleon I. Bonaparte)
"Fünf große Feinde des Friedens wohnen in uns: nämlich Habgier, Ehrgeiz, Neid, Wut und Stolz. Wenn diese Feinde vertrieben werden könnten, würden wir zweifellos ewigen Frieden genießen."
(Francesco Petrarca)
"Die gefährlichsten Herzkrankheiten sind immer noch Neid, Hass und Geiz."
(Pearl S. Buck)
PRINZIPIEN RESPECTIVE PRINZIPIELLE FRAGEN
"Es gibt viel Böses auf der Welt, und ich geh ihm, so gut ich kann, aus dem Weg. Aber diesmal ist es zu mir gekommen und sitzt an meinem Tisch. An manchen Dingen auf dieser Welt rührt man besser nicht. Sie sind nicht für unsere Augen bestimmt. Manche Grenzen sollte man nicht überschreiten. Und wenn man sie doch überschreitet, muss man eben akzeptieren, was kommt."
(William Gay: Nächtliche Vorkommnisse)
Tipp: Ihnen steht nach noch mehr dunkle Nachtgedanken und "nächtliche Vorkommnisse"? Dann lesen Sie unsere Rezension zu diesem Roman oder gleich weiter in: William Gay: Nächtliche Vorkommnisse
"Der Glaube an einen übernatürlichen Ursprung des Bösen ist nicht notwendig; die Menschen sind von sich aus zu jeder Gemeinheit durchaus fähig."
(Joseph Conrad)
"Niemals tut man so vollständig und gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut."
(Blaise Pascal)
"Auf die bösen Menschen ist Verlaß, sie ändern sich wenigstens nicht."
(William Faulkner)
"Auch das Gute hat zwei Seiten: eine gute und eine böse."
(Stanisla Jerzy Lec)
"Wenn ich zwischen zwei Übeln zu wählen habe, dann nehme ich lieber das, welches ich noch nicht ausprobiert habe."
(Mae West)
"Große Übel erfordern tragische Mittel."
(Albert Cohen, aus: Eisenbeißer)
"Tu soviel Gutes, wie Du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber."
(Charles Dickens)
"Das Böse ist einfach nur ausgetauscht worden. Früher waren es die Kommunisten, heute ist es die Kriminalität."
(Christian Pfeiffer, deutscher Kriminologe)
"Immer dasselbe: Gut und Böse. Die wirklichen Fragen sind komplizierter."
(Antonio Lobo Antunes, portugiesischer Schriftsteller)
"Die Leute wollen immer eine Erklärung für alles. Das ist das Resultat einer jahrhundertelangen bürgerlichen Erziehung. Und für alles, was sie nicht verstehen, laufen sie dann zu Gott."
(Luis Bunuel)
"I am willing to believe each of us has a guardian angel, if you fellows will concede to me that each of us has a familiar devil as well."
(Joseph Conrad, aus: Lord Jim)
"Warum die Hölle im Jenseits suchen? Sie ist schon im Diesseits vorhanden, im Herzen der Bösen."
(Jean-Jacques Rousseau)
"Wenn man durch die Hölle geht, sollte man nicht anhalten."
(Winston Churchill; zitiert aus: Kinky Friedman, Straßenpizza)
"Von sehr bösen Menschen kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen, daß sie sterben."
(Theodor W. Adorno)
"Die schlechten Menschen helfen einander. Das ist ihre größte Stärke."
(Alexander Solschenizyn)
"Wer keine üblen Gewohnheiten hat, hat wahrscheinlich auch keine Persönlichkeit."
(William Faulkner)
"Wenn schlechte Dinge zur Gewohnheit werden, muß man die Verhältnisse ändern."
(Walter Moers)
"Jeder von uns ist sein eigener Teufel, und wir machen uns diese Welt zur Hölle."
(Oscar Wilde)
"Er hatte jemandem das Leben zur Hölle gemacht, und jemand hatte ihm das Leben zur Hölle gemacht. Die Versorgungskette des menschlichen Lebens."
(Joseph Finder, Company Man. Zitiert aus: Ken Bruen & Jason Starr, Flop)
Tipp: Weitere hartgesottene Zitate finden Sie in: Ken Bruen & Jason Starr, Flop
NACHRICHTEN VOM TEUFEL
"The winter before he was sixteen, Pup sold his soul to the devil."
(Ruth Rendell, The Killing Doll; zitiert nach: Martin Compart (Hrsg.): Dark Zone. Ein Noir-Reader)
Tipp: Weitere Zitate aus der Noir-Literatur können Sie nachlesen in: Martin Compart (Hrsg.): Dark Zone
"Si Dieu n'existait pas, il faudrait l'inventer." / "Gäbe es keinen Gott, müßte man ihn erfinden."
(Voltaire)
"Ich rief den Teufel und er kam, / Und ich sah ihn mit Verwundrung an. / Er ist nicht häßlich und nicht lahm, / Er ist ein lieber, charmanter Mann ..."
(Heinrich Heine, Buch der Lieder)
"Es ist lange her, daß sich die menschliche Phantasie die Hölle ausgemalt hat, aber erst durch ihre jüngst erworbene Fertigkeit ist sie in die Lage versetzt worden, ihre einstigen Vorstellungen zu verwirklichen."
(Bertrand Russell)
"In der Hölle ist der Teufel eine positive Gestalt."
(Stanislaw Jerzy Lec)
"Gerechtigkeit gibt es nur in der Hölle. Im Himmel ist Gnade."
(Gertrud von le Fort)
"Hölle ist eine Welt, in der nie verziehen wird."
(Milan Kundera)
"Gott ist widerlegt, der Teufel nicht."
(Friedrich Nietzsche)
"Die schönste List des Teufels ist, uns zu überzeugen, dass es ihn nicht gibt."
(Charles Baudelaire)
"Der Glaube an einen übernatürlichen Ursprung des Bösen ist nicht notwendig; die Menschen sind von sich aus zu jeder Gemeinheit durchaus fähig."
(Joseph Conrad)
"Jetzt sehe ich die wahre Kraft des Bösen. Der Himmel ist leer. Auf der Erde gibt es nur den Menschen."
(Vasili Grossmann, Leben und Schicksal; zitiert nach: Ake Edwardson, Geh aus, mein Herz)
"Der Teufel hat die Welt verlassen, weil er weiß, daß die Menschen selbst einander die Hölle heiß machen."
(Friedrich Rückert)
"Der liebe Gott war ganz schön böse, als er Sodom und Gomorrha niedermachte. - Oder nur aus dem Lot geraten?"
(Herschel F. Minzeifer)
"Schießpulver ist ein Mittel, das von zivilisierten Nationen zur Beilegung von Streitigkeiten benutzt wird, welche lästig werden könnten, wenn sie unbeigelegt blieben. Von den meisten Autoren wird die Erfindung des Schießpulvers den Chinesen zugeschrieben, aber die Beweise sind nicht sehr überzeugend. Der englische Dichter John Milton sagt, daß es vom Teufel erfunden wurde, um damit die Engel zu verscheuchen, und die Seltenheit von Engeln scheint diese Meinung in gewisser Hinsicht zu bestätigen."
(Ambrose Gwinnet Bierce)
"Der Nachteil des Himmels besteht darin, daß man die gewohnte Gesellschaft vermissen wird."
(Mark Twain)
"Der Gott des Alten Testaments ist die unangenehmste Gestalt in der gesamten Literatur: Er ist eifersüchtig und auch noch stolz darauf; ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker; ein rachsüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer; ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, Kinder und Völker mordender, ekliger, größenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann."
(Richard Dawkins, Der Gotteswahn; zitiert aus: Bas Kast, Das Gotesvirus, in: Der Tagesspiegel Nr. 19671 vom 18.09.2007, S. 7)
HIMMLISCHE BOTSCHAFTEN
"Wenn zu perfekt, liebe Gott böse."
(Nam June Paik)
"Ehemalige Kommunisten sind gefallene Engel, welche die Taktlosigkeit begehen, zu verraten, daß es in ihrem Himmel nicht ganz so zugeht, wie man es sich vorstellt."
(Arthur Koestler)
"Das Fatale am Paradies ist, daß man es nur im Leichenwagen erreichen kann."
(Sascha Guitry)
"Falls Gott existiert, kann ich ihm wirklich keine Komplimente machen, den die Menschheit ist eine Fehlplanung."
(Claude Chabrol)
"Ich bin noch immer ein Atheist, Gott sei Dank."
(Luis Bunuel)
"Im Himmel sind Heilige gut aufgehoben. Auf Erden können sie einem das Leben zur Hölle machen."
(Richard J. Cushing, ehemaliger amerikanischer Kardinal, 1895-1970)
TERROR UND ANDERE ABARTIGKEITEN - DAS INSTITUTIONALISIERTE BÖSE
"Pistole: eines der wichtigsten Navigationsmittel der modernen Luftfahrt."
(Jerry Lewis, amerikanischer Komiker)
"Mord wird in meinen Augen nie ein Gegenstand der Bewunderung und ein Argument der Freiheit sein; ich kenne kein Wesen, das knechtischer, verächtlicher, niederträchtiger, beschränkter wäre als ein Terrorist."
(Alberto Manguel, Tagebuch eines Lesers)
"Für jeden Terroristen sterben hunderte unschuldige Zivilisten. Und an deren Stelle treten ein paar künftige Terroristen. Wie soll das enden?"
(Roy Arundhati)
"Der Terrorismus ist ein Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen. Der Krieg ist kein Mittel im Kampf gegen den Terrorismus."
(Peter Ustinov)
"Weißt du, wann Terrorismus ehrenhaft ist?", fragte Diouri und deutete mit seiner französischen Zigarette auf Falcón. "Terrorismus galt als ehrenhaft, als die Juden für das Recht auf Gründung eines zionistischen Staates gegen die Briten gekämpft haben. Er galt als unehrenhaft, als die Palästinenser extreme Taktiken gegen die Juden anwandten, um sich das Land und ihr Eigentum, das man ihnen gestohlen hatte, zurückzuholen. Terroristen werden akzeptiert, wenn sie stark genug sind, um als Freiheitskämpfer zu gelten. Solange sie schwach und rechtlos sind, werden sie als gemeine Mörder bezeichnet."
(aus: Robert Wilson, Die Maske des Bösen. Page & Turner: München 2007, S. 292)
Tipp: Lesen Sie zu diesem Titel unsere Buchbesprechung: Robert Wilson, Die Maske des Bösen
"Menschen, welche Kriege führen, ihre Mitmenschen knechten, Menschen, welche für ihre heilige Sache töten und foltern und lügen, kurz, die wirklich bösen Menschen sind nicht die Zöllner und Sünder, sondern die tugendhaften und achtbaren Leute mit den edelsten Gefühlen, dem besten Verstand, den erhabensten Zielen."
(Aldous Huxley, Nach vielen Sommern; zitiert nach dem Anfangsmotto von: Hector Macdonald, Der Kodex)
"In allen Staaten, in denen Terror herrscht, ist das Wort fast noch mehr gefürchtet als bewaffneter Widerstand, und oft ist das Letzte die Folge des Ersten."
(Heinrich Böll)
"Irgendjemand hat das politische oder ökonomische Kapital erkannt, das eine terrorisierte und verängstigte Bevölkerung darstellt. Nach dem Einschlag der Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers hat sich alles verändert. Die Menschen sehen die Dinge jetzt anders - sowohl die guten als auch die schlechten. Wenn erst einmal ein neues Kapitel in der Geschichte des menschlichen Grauens aufgeschlagen ist, fangen alle möglichen Leute an, ihre kreative Kraft auf dessen Fortschreibung zu konzentrieren."
(Inspektor Falcón in Robert Wilsons "Die Maske des Bösen". Page & Turner: München 2007, S. 413)
Tipp: Lesen Sie zu diesem Titel unsere Buchbesprechung: Robert Wilson, Die Maske des Bösen
"Haltet die Bösen immer voneinander getrennt. Die Sicherheit der Welt hängt davon ab."
(Theodor Fontane)
"Alles, was das Böse braucht, um zu triumphieren, sind genügend gute Menschen, die nichts unternehmen."
(Edmund Burke, 1729-1797)
Letzte Aktualisierung: 25. Juli 2009
Gut und Böse
(Himmel und Hölle)
"Bei einem Krimi-Autor ist das Böse in guten Händen."
(Loriot)
Gut und Böse, das sind die Spielbälle der Moral. Für alle Religiösen ist das Gute der direkte Weg in den "Himmel", das Böse der Absturz in die "Hölle". Franz von Assisi ist ein "goody", Adolf Hitler ein klassischer "baddy". Zustände der einen oder der anderen Art sind im Folgenden genauer beschrieben.

(Abbildung: © Hammett Krimibuchhandlung)

