Krimi-Zitate: Poesiealbum einer Ladenhündin (Pollymots)


GÖTTLICHE HUNDE

"Wenn man die Buchstaben des Wortes `DOG´herumdreht, was bekommt man dann?"
(Paul Auster)

"Er denkt, daß nichts wirklich ist und daß alles nur der Traum eines Hundes ist."
(Woody Allen)

"Alles Wissen, die Gesamtheit aller Fragen und Antworten, ist in den Hunden enthalten."
(Franz Kafka)

neu!"Nun ist intelligenten Menschen in der Sphäre, wo ihre Fähigkeiten sich entfalten, der umsichtige Blick der Schnecke, der Spürsinn des Hundes, das Gehör des Maulwurfs eigen; sie sehen, spüren und hören alles in ihrer Umgebung."
(Honoré de Balzac)

"Draußen sind die Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und alle, die die Lüge lieben und tun."
(aus: Offenbarung 22, 15 - in: Die Bibel in der Übersetzung Martin Luthers, revidierte Fassung 1984 - gefunden von unserem Leser Peter S. aus Berlin)

"Ich will aufhören, an Gott zu glauben, wenn ich sehe, daß ein Baum ein Gedicht macht und ein Hund eine Madonna malt."
(Christian Friedrich Hebbel)

"Zärtlich - Krankhaft lästig. Das zärtlichste aller Geschöpfe ist ein nasser Hund."
(aus: Ambrose Gwinnett Bierce, Des Teufels Wörterbuch)

"Nicht ganz und gar vollkommen ist
Der tugendhafte Hund - er pißt."
(Heinrich Heine; zit. nach Rudi Hurzlmeier / Harry Rowohlt, Ich wollt, ich wär dein Hund. Haffmans Verlag bei Zweitausendeins: Frankkfurt 2006, S. 5)

"Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde, das erklärt manches."
(Mark Twain)

"Bernhardiner ist das letzte, was ich sein möchte. Dauernd die Flasche am Hals, und niemals trinken dürfen!"
(Joachim Ringelnatz, - die Hundegötter seien seiner Seele gnädig)


HOHE POLITIK

"Amerika ist wie ein viel zu großer Hund in einem zu kleinen Zimmer. Wann immer er mit dem Schwanz wedelt, fallen die Stühle um."
(Arnold Joseph Toynbee, britischer Kulturtheoretiker und Geschichtsphilosoph)

"Diplomatie ist die Kunst, einen Hund so lange zu streicheln, bis Maulkorb und Leine fertig sind."
(Felix Faure, französischer Politiker, 1841-1899)

"Wenn du in Washington einen Freund haben willst, mußt du dir einen Hund zulegen."
(Harry Spencer Truman, 33. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika)

neu!"Ich habe endlich einen Freund."
(Barack Obama, 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, in Anlehnung an den Satz von Expräsident Harry S. Truman)

neu!"In Momenten höchsten Glücks hätte man gern einen Schwanz, mit dem man wedeln kann."
(W. H. Auden; zitiert aus: J.E. Englert, Der Schnüffler. Goldmann Verlag: München 2009. S. 113)


HUNDE UND MENSCHEN IM ALLGEMEINEN

"Ein Hund spiegelt die Familie. Wer sah jemals einen munteren Hund in einer verdrießlichen Familie oder einen traurigen in einer glücklichen? Mürrische Leute haben mürrische Hunde, gefährliche Leute gefährliche."
(Arthur Conan Doyle)

"Dass uns der Anblick der Tiere so freut, beruht hauptsächlich darauf, dass es uns freut, unser eugenes Wesen so vereinfacht vor uns zu sehen."
(Arthur Schopenhauer)

"Der Hund ist der 6. Sinn des Menschen."
(Christian Friedrich Hebbel)

"Tiere sind schon darum merkwürdiger als wir, weil sie ebenso viel erlebt haben, es aber nicht sagen können. Ein sprechendes Tier wäre nicht mehr als ein Mensch."
(Elias Canetti)

"Noch sind wir weit entfernt, das tierische Leben erkannt zu haben, und noch studieren wir am Tiere, in der Absicht, uns selbst kennenzulernen."
(Alfred Brehm)

"Je besser ich die Menschen kenne, desto mehr liebe ich die Hunde."
(Erik Satie)

"Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet."
(Mark Twain)

"Erträglich ist der Mensch als Einzelner, im Haufen steht die Tierwelt gar zu nah."
(Franz Grillparzer)

"Ob ein Mensch gut ist, erkennt man zuallererst an seinem Hund und an seiner Katze."
(William Faulkner)

"Kein Zweifel, der Hund ist treu. Aber sollen wir uns deshalb ein Beispiel an ihm nehmen? Er ist doch dem Menschen treu und nicht dem Hund."
(Karl Kraus)

"Vielleicht stände es besser um die Welt, wenn die Menschen Maulkörbe und die Hunde Gesetze bekämen."
(George Bernard Shaw)

"Diplomatie ist die Kunst, einen Hund so lange zu tätscheln, bis der Maulkorb fertig ist."
(Stefan Troller)

"Der Mensch ist das einzige Tier, das erröten kann - oder sollte."
(Mark Twain)

"Ich glaube, die beste Definition des Menschen lautet: undankbarer Zweibeiner."
(Fjodor M. Dostojewskij)

"Mit Geld kann man einen wirklich guten Hund kaufen - aber nicht sein Schwanzwedeln."
(Henry Wheeler Shaw, amerikanischer Humorist, 1818-1885)

"Die Menschen nehmen sich selbst zu ernst. Das ist die Erbsünde der Welt. Hätte der Höhlenmensch zu lachen verstanden, wäre die Weltgeschichte anders verlaufen."
(Oscar Wilde)

"Viele, die ihr ganzes Leben auf die Liebe verwendeten, können uns weniger über sie sagen, als ein Kind, das gestern seinen Hund verloren hat."
(Thornton Wilder)

"Ganze Weltalter von Liebe werden notwendig sein, um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns zu vergelten."
(Christian Morgenstern)

"Der eigene Hund macht keinen Lärm - er bellt nur."
(Kurt Tucholsky)

neu!"Mein Pudel Cassius war kein gewöhnlicher Hund. Er war ein Pudel mit einem Kern."
(Wolfgang Hildesheimer; zit. nach Rudi Hurzlmeier / Harry Rowohlt, Ich wollt, ich wär dein Hund. Haffmans Verlag bei Zweitausendeins: Frankkfurt 2006, S. 6)

"Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln, einen Affen zuzunicken und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen."
(Maxim Gorki)

"Wir leben in einer verrückten Welt: Menschen sterben vor Hunger, aber Schoßhündchen gehen an Verfettung ein."
(Norman Mailer)

"Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beißen. Das ist der Grundunterschied zwischen Hund und Mensch."
(Mark Twain)

"Ein Leben ohne Hund ist ein Irrtum!"
(Carl Zuckmayer)

"Wenn es keine Hunde gäbe, wollte ich nicht leben."
(Arthur Schopenhauer)

"Denn wer noch bei den Lebenden weilt, der hat Hoffnung; denn ein lebender Hund ist besser als ein toter Löwe."
(aus: Prediger 9, 4 - in: Die Bibel in der Übersetzung Martin Luthers, revidierte Fassung 1984 - gefunden von unserem Leser Peter S. aus Berlin)

"CAVE CANEM"
(Beliebtes Schild im alten Rom, z.B. angebracht vor Cäsars Zweitresidenz und nachweislich bekannt aus Pompeji: "Warnung vor dem Hund", wörtl.: "Hüte dich vor dem Hund")

neu!Kleine dicke oder große lange Hunde und kleine dünne, langhaarige oder dicke, kurzhaarige sollten nicht nach 21 Uhr, langohrige dicke, kurzohrige dünne und Hunde zwischen zwei und acht Jahren nur unter ärztlicher Aufsicht fernsehen."
(Loriot; zit. nach Rudi Hurzlmeier / Harry Rowohlt, Ich wollt, ich wär dein Hund. Haffmans Verlag bei Zweitausendeins: Frankkfurt 2006, S. 6)


WAS HABEN HUNDE MIT FRAUEN ZU TUN?

"Ein Mann, der einem Hund hinterherläuft, ist nicht halb so lächerlich wie ein Mann, der einer Frau hinterherläuft."
(Gilbert Keith Chesterton)

"Hund, der - Art zusätzlicher oder Untergottheit; hat die Aufgabe, den auf Erden anfallenden Überfluß bzw. Überschuß an Verehrung aufzufangen. Einige kleinere und seidigere Inkarnationen dieses göttlichen Wesens nehmen in der Neigung der Frau jenen Platz ein, für den es keinen männlichen Aspiranten gibt. Der Hund ist ein Atavismus und Anachronismus. Er plaget sich nimmer, noch webet er, und doch lag nicht Salomo in all seiner Glorie tagelang auf einer Fußmatte, von der Sonne durchtränkt und gesättigt, von Fliegen sowie feist, alldieweil sein Herr sich abmühte, jene Mittel zu beschaffen, welche ihm da ein kärgliches Wedeln des salomonischen Schwanzes erkaufen möchten, gewürzt mit einem Blick herablassender Anerkennung."
(Ambrose Bierce, Des Teufels Wörterbuch)

"Da das Halten wilder Tiere gesetzlich verboten ist und die Haustiere mir kein Vergnügen machen, so bleibe ich lieber unverheiratet."
(Karl Kraus)

"Die Maus ist ein Tier, dessen Pfad mit in Ohnmacht fallenden Frauen übersät ist."
(Ambrose Bierce)

"Je mehr ich über Männer in Erfahrung bringe, desto mehr liebe ich meinen Hund."
(Shirley MacLaine, amerikanische Schauspielerin. Vgl. aber auch oben Erik Satie; ursprünglich geht das Zitat wohl auf Madame de Stael zurück)


WAS HABEN KATZEN MIT FRAUEN ZU TUN?

"Mir gefällt deine Katze", sagte sie, während sie aus den Schuhen schlüpfte.
"Meine Katze hat eine sehr hohe Meinung von dir", sagte ich. Die Katze war bereits auf ihren Schoß. Ich hätte nichts dagegen gehabt, selbst dort zu sein. Während ich die beiden betrachtete, erkennte ich - nicht zum erstenmal -, daß Frauen und Katzen viel gemein hatten. Zum einen besaß keine von beiden einen entwickelten Sinn für Humor. Zum anderen gingen beide durchs Leben, angetrieben von Dingen, die sie entweder erfreuten oder fesselten. Beide wurden gern gestreichelt oder geknuddelt, und beide konnten zuspringen, wenn man es am wenigsten erwartete. Im großen und ganzen zog ich die Katzen den Frauen vor, denn Katzen benutzten höchst selten das Wort "Beziehung".
(Kinky Friedman, Greenwich Killing Time)


Tipp: Lesen Sie zu diesem Titel unsere Buchbesprechung: Kinky Friedman, Greenwich Killing Time


OHNEHIN EIN HEIKLES THEMA: KATZEN

"Hunde und Katzen können niemals Katzhunden zeugen."
(Herschel F. Minzeifer; frei nach Niklas Luhmanns' Wort "Schlangen und Katzen können nicht Schlatzen zeugen." In: Niklas Luhmann, Die Gesellschaft der Gesellschaft.)

Terry: "What the hell? Nobody cares."
Marlowe: "Yeah. Nobody cares but me."
Terry: "That's you, Marlowe. You'll never learn. You're a born loser."
Marlowe: "Yeah. I even lost my cat."
(Dialogszene aus Robert Altmans Film "The Long Goodbye" (USA 1973) nach Raymond Chandlers Roman "Der lange Abschied")

"Katzen, so die Regel, haben eine Abneigung gegen Anwälte. Sie besitzen tiefen Einblick in den menschlichen Charakter."
(Kinky Friedman, Greenwich Killing Time)

"Müßte ein italienischer Designer ein Tier erfinden, käme bestimmt eine Katze dabei heraus. Sie ist windschnittig und einfach das schönste Tier auf der Welt. Hunde sind auch schön, aber sie sabbern."
(Akif Pirinçci)

"Die Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das dem Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche dafür aber nichts zu tun."
(Kurt Tucholsky)

"Katze - Weicher, unzerstörbarer Automat, den die Natur dazu bereitgestellt hat, getreten zu werden, wenn im häuslichen Bereich Dinge schief gehen."
(aus: Ambrose Gwinnett Bierce: Des Teufels Wörterbuch)

"Ein entscheidender Unterschied zwischen einer Katze und einer Lüge ist, daß eine Katze nur neun Leben hat."
(Mark Twain)

"Gott schuf die Katze, damit der Mensch einen Tiger zum Streicheln hat."
(Victor Hugo)

"Eine Katze in Handschuhen fängt keine Mäuse."
(Benjamin Franklin)

"Du mußt nur die Laufrichtung ändern, sagte die Katze zur Maus und fraß sie."
(Franz Kafka)

"Die Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das dem Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche aber nichts dafür zu tun."
(Kurt Tucholsky)

"Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt: durchs Leben gehen, ohne Lärm zu machen."
(Ernest Hemingway)

"Wenn man diesen Film gesehen hat, liebt man Katzen."
(Alfred Hitchcock)

"Das Leben und dazu eine Katze, das ergibt eine unglaubliche Summe."
(Rainer Maria Rilke)


ROHKOSTFREUNDE

"Nun kann ich euch in Frieden betrachten; ich esse euch nicht mehr."
(Franz Kafka nach einer Betrachtung von Fischen in einem Aquarium)

"Bis auf weiters / Das Messer blitzt, die Schweine schrein, / Man muss sie halt benutzen, / Denn jeder denkt `Wozu das Schwein, Wenn wir es nicht verputzen?´ / Und jeder schmunzelt, jeder nagt / Nach Art der Kannibalen, / Bis man dereinst `Pfui Teufel!´ sagt / Zum Schinken aus Westfalen."
(Wilhelm Busch bei einer seiner speziellen allgemeinen Betrachtungen)


VEGETARIER

"Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht."
(George Bernard Shaw)

"Wenn der moderne Gebildete die Tiere, deren er sich als Nahrung bedient, selbst töten müßte, würde die Anzahl der Pflanzenesser ins Unermeßliche steigen."
(Christian Morgenstern)

"Mit Vegetariern muß man diskutieren, sobald sie eine Wurstfabrik geerbt haben."
(Danny Kaye, amerikanischer Filmkomiker, 1913-1987)

"Gute Bücher sind etwas ebenso Natürliches und Urtümliches, Geheimnisvolles und Wunderbares, und Fruchtbares wie Pilze und Flechten."
(Henry David Thoreau)

"Paul McCartneys Frau Linda teilte mit, daß ihre Hunde fortan nur noch vegetarisch ernährt werden ... Und Felle dürften sie auch nicht tragen."
(Conan Christopher O'Brien, US-amerikanischer Talkshow-Moderator, Fernsehproduzent und Autor)


WEITERE KURIOSITÄTEN

neu!"Hunde sind klug. Sie verkriechen sich in eine ruhige Ecke, lecken ihre Wunden und kommen erst wieder heraus, wenn sie ganz gesund sind."
(Agatha Christie; zitiert aus: J.E. Englert, Der Schnüffler. Goldmann Verlag: München 2009. S. 6)

neu!"Der Hund ist ein Ehrenmann; ich hoffe, einst in seinen Himmel zu kommen, nicht in den der Menschen."
(Mark Twain)

"Der Hund braucht sein Hundeleben. Er will zwar keine Flöhe haben, aber die Möglichkeit sie zu bekommen."
(Robert Lembke)

"Unter Telegrafie mußt du dir einen riesenlangen Dackel vorstellen, der beispielsweise von London bis Edinburgh reicht. Wenn du jetzt dem Dackel in Edinburgh in den Schwanz kneifst, dann bellt er in London."
(Thomas Alva Edison)

"Meine Sympathie ist mit der Maus, aber ich füttere die Katze."
(Boris Lurie)

"Aber auch kein stolzer Gebet als um Weisheit, denn diese haben die Götter ein für allemal den Menschen versagt. Klugheit teilen sie aus, dem Stier nach seinen Hörnern und der Katze nach ihren Klauen, sie haben alle Geschöpfe bewaffnet."
(Johann Wolfgang von Goethe, aus seinem Tagebuch, den 13. Januar 1779; zitiert nach http://de.wikiquote.org)

"Auf zwei Beinen gehen: Das ruiniert den Rücken und beeinträchtigt das Denkvermögen."
(Rita Mae Brown, Schade, dass du nicht tot bist)

Tipp: Ob die Autorin darüber hinaus weiterhin Geistreiches zu bieten hat? - Rita Mae Brown, Schade, dass du nicht tot bist

"Wenn einer im Delirium tremens immer Ratten sieht, ist er deshalb noch lange kein Naturforscher."
(Gilbert Keith Chesterton)


HERRSCHAFTSVERHÄLTNISSE oder DIE (UN-)FREIHEIT DES HUNDES

"Unverständlich, dass einem Hund ein Mensch lieber ist als ein Hund."
(Richard Katz)

"Hunde sehen zu uns herauf. Katzen sehen auf uns herab. Schweine sehen uns als ebenbürtig an."
(Winston Churchill)

"Lass den Hund bellen, singen kann er nicht."
(Friedrich von Schiller)

"Kein Zweifel, der Hund ist treu. Aber sollen wir uns deshalb ein Beispiel an ihm nehmen? Er ist doch dem Menschen treu und nicht dem Hund."
(Karl Kraus)

"Für seinen Hund ist jeder Mensch ein Napoleon. Deshalb sind Hunde so beliebt."
(Aldous Huxley)

"Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen."
(Ernst R. Hauschka)

"Es wird die Zeit kommen, da das Verbrechen am Tier genauso geahndet wird, wie das Verbrechen am Menschen."
(Leonardo da Vinci, 1452-1519)

"Der Mensch ist ein Tier, das Geschäfte macht; kein Tier tut dies - kein Hund tauscht Knochen mit anderen."
(Adam Smith)

"Köter - Unterster Rang der Hundehierarchie."
(aus: Ambrose Gwinnett Bierce, Des Teufels Wörterbuch)

"Die Arten sind nicht unveränderlich. Mir ist, als gestände ich einen Mord."
(Charles Darwin)


TIERISCH KRITISCHES

"Solange der Mensch Tiere schlachtet, werden die Menschen auch einander töten. Wer Mord und Schmerz sät, kann nicht erwarten, Liebe und Freude zu ernten."
(Pythagoras von Samos, ca. 570 - 500 v. Chr.)

"Die Unzucht mit Tieren ist verboten, das Schlachten von Tieren ist erlaubt. Aber hat man noch nicht bedacht, dass es ein Lustmord sein könnte?"
(Karl Kraus, Sprüche und Widersprüche)

"Sardinen wissen, daß Gleichmachen mit Kopfabschneiden beginnt."
(Jeannine Luczak)

"Die Mitteilungsmöglichkeit des Menschen ist gewaltig, doch das meiste, was er sagt, ist hohl und falsch. Die Sprache der Tiere ist begrenzt, aber was sie damit zum Ausdruck bringen, ist wichtig und nützlich."
(Leonardo da Vinci)

"Erst wenn einmal jeder, der nur eine Ameise tötet, des Mordes angeklagt wird, kann man anfangen, der Zivilisation zu trauen."
(Karl Heinrich Waggerl, Aphorismen)

"Der Mensch ist ein durch die Zensur gerutschter Affe."
(Gabriel Laub)

"Der Mensch - wäre zu definieren - ist ein Tier, das schreibt."
(Kurt Tucholsky)

"Tiere sind die besten Freunde. Sie stellen keine Fragen und kritisieren nicht."
(Mark Twain)

"Alles auf dieser Welt ist relativ. Fragen Sie einmal Gänse und Truthähne nach ihrer Meinung über Weihnachten!"
(Konrad Lorenz)

"Eine Mücke kann dem Löwen mehr zu schaffen machen als der Löwe einer Mücke."
(Selma Lagerlöf)

"Leiden ist kein Verdienst; das Lamm, das sich fressen läßt, stärkt die Ordnung der Wölfe."
(Stefan Heym)

"Ich habe seit frühestem Alter die Verwendung von Fleisch verabscheut, und die Zeit wird kommen, wo die Menschen auf den Mord an Tieren herabsehen werden wie jetzt auf den Mord an Menschen."
(Leonardo da Vinci)

"Der Homo Sapiens ist praktisch einzigartig im Reich der Lebewesen, was das Fehlen instinktiver Schutzvorkehrungen gegen das Töten von Artgenossen betrifft."
(Arthur Koestler)

"Die Wahrheit über die Katze erfährt man von den Mäusen."
(Henry Ford)

"Es ist ein wahres Glück, daß der liebe Gott die Fliegen nicht so groß wie die Elefanten gemacht hat, sonst würde uns sie zu töten viel mehr Mühe machen und auch weit mehr Gewissensbisse."
(Christian Morgenstern)

"Während fast alle Menschen Tierfresser sind, gibt es unter den Tieren nur ganz wenige Menschenfresser. Wahrscheinlich ist ihr Geschmackssinn höher entwickelt."
(Willy Reichert (1896-1973), schwäbischer Philosoph, Humorist und Schauspieler)

"Das Messer blitzt, die Schweine schrein,
Man muss sie halt benutzen,
Denn jeder denkt "Wozu das Schwein, Wenn wir es nicht verputzen?"
Und jeder schmunzelt, jeder nagt
Nach Art der Kannibalen,
Bis man dereinst "Pfui Teufel!" sagt
Zum Schinken aus Westfalen."
(Wilhelm Busch, 1832-1908)

"Schweinefleischer und Hundeschlächter erwartet kein gutes Ende."
(Altes Sprichwort aus China)

"Lieber ein unzufriedener Mensch als ein unzufriedenes Schwein."
(John Stuart Mill)

"Wenn ein Mensch einen Tiger umbringen will, nennt er das Sport; wenn der Tiger ihn umbringen will, nennt er das Bestialität. Der Unterschied zwischen Verbrechen und Justiz ist der gleiche."
(George Bernard Shaw)

"Ich gedenke oft solcher Politiker, wenn ich im Dorfe von einem Hund angebellt werde, der zweite nachbellt, und alle bellen, und keiner kann sagen warum."
(Karl Julius Weber, deutscher Schriftsteller und Satiriker)

"Die Medien sind bellende Wachhunde der Demokratie, und die Demokratie ist bekanntlich das beste politische System, weil man es ungestraft beschimpfen kann."
(Ephraim Kishon)

"Die Ratten töten, die meine Kirschen fressen, wozu? Ich kaufe mir lieber ein halbes Pfund Kirschen als ein halbes Pfund Rattengift."
(Jules Renard)

"Dann will ich gern eine Beute für Hunde sein
und den Vögeln, die ringsherum nisten, ein Fraß;
denn der Tod schenkt Freiheit
vom tränenerregenden Schmerz.
Komme der Untergang, packe mich
vor dem Beischlaf der Hochzeitsnacht!"
(Aischylos; zit. nach Gisbert Haefs, Ein Feuerwerk für Matzbach)

"Von seiner Geburt an wählt der Mensch einen der drei Wege des Lebens, es gibt keine anderen: Du gehst nach rechts, und die Wölfe werden dich fressen; du gehst nach links, und jetzt frißt du die Wölfe; du gehst geradeaus, und du frißt dich ..."
(Anton Tschechow)

"Mein liebes Kind, da sind nun die Würmer. Die Würmer werden von den Fröschen gefressen; die Frösche von den Störchen; die Störche bringen Kinder, und die Kinder haben Würmer. So schließt sich der Kreislauf der Natur."
(Kurt Tucholsky)

"Ein Kritiker ist eine Henne, die gackert, wenn andere legen."
(Giovanni Guareschi, italienischer Schriftsteller, 1908-1968)

"Ein guter Einfall ist wie ein Hahn am Morgen. Gleich krähen andere Hähne mit."
(Karl Heinrich Waggerl)

neu!"Die Henne ist das klügste Geschöpf im Tierreich. Sie gackert erst, nachdem das Ei gelegt ist."
(Abraham Lincoln)

"Enten legen ihre Eier in aller Stille. Hühner gackern dabei wie verrückt. Was ist die Folge? Alle Welt ißt Hühnereier."
(Henry Ford, amerikanischer Industrieller, 1885-1945)

"Und schließlich gleicht der wahre Kritiker beim Lesen eines Buches einem Hunde beim Festmahl, dessen Sinnen und Trachten einzig auf das gerichtet ist, was die Gäste fortwerfen, und der daher dort am meisten knurren wird, wo die wenigsten Knochen abfallen."
(Jonathan Swift)

"Man tadelt einen Kritiker, wenn er beißend wird. Wie ungerecht! Wenn die Fackel der Kritik leuchtet, soll sie nicht auch brennen?"
(Franz Grillparzer)


HÜNDISCH WAHRE POESIE

"Gebell - Der Gesang des Hundes."
(Ambrose Bierce, Des Teufels Wörterbuch)

"Ohne das Tier in uns sind wir kastrierte Engel."
(Hermann Hesse)

"Wo immer ich gehe, folgt mir ein Hund namens Ego."
(Friedrich Nietzsche)

"Man achtet kleiner Hunde Murren nicht, doch großes Zittern, wenn der Löwe brüllt."
(William Shakespeare)

"Daß mir mein Hund das liebste ist, sagst Du oh Mensch sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturm noch treu, der Mensch nicht mal im Winde."
(Franz von Assisi)

"In der Natur des Menschen wohnen vier Wesen zusammen: ein Hund, ein Schwein, ein Teufel und ein Engel. Alle Charaktereigenschaften entstehen aus jenen vier Gewaltigen."
(Abu Hamid al-Ghazâlî, 1058-1112)

"Woran sollte man sich von der endlosen Verstellung, Falschheit und Heimtücke der Menschen erholen, wenn die Hunde nicht wären, in deren ehrliches Gesicht man ohne Mißtrauen schauen kann?"
(Arthur Schopenhauer)

"Warum produziert man Kunst? Um Sinn zu ergeben. Darum tue ich es jedenfalls. Ich versuche, mit den Problemen klarzukommen, die man als Tier in einer mysteriösen Welt hat, die auf die letzten Fragen keine Antwort weiß."
(Tom Coraghessan Boyle)

"Lehn dich einfach zurück und lass dich von den Wörtern umspielen wie von Musik."
(Roald Dahl)


WÖLFISCHES

"Da setzte sich der Wolf, richtete die Nase empor zum Mond und stieß ein jämmerliches Geheul aus. Die Hündin horchte auf. Das war der Ruf, jetzt erkannte sie ihn genau, und eine unbestimmte Macht zwang sie, hervorzukommen, sich neben den alten Wolf zu setzen und einzustimmen. Dann kam einer nach dem anderen heran, beschnupperte sie und schloß sich dem Geheul an. Plötzlich sprang ein Wolf auf und lief dem Walde zu, die anderen Wölfe folgten. An der Seite des wilden Bruders stürmte die Hündin laut bellend davon."
(Jack London: Ruf der Wildnis)

"Homo homini lupus - Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf."
(Thomas Hobbes; 1588-1679)

"Pazifisten sind wie Schafe, die glauben, der Wolf sei ein Vegetarier."
(Yves Montand)

"... freilich ist's auch kein Vorteil für die Herde, wenn der Schäfer ein Schaf ist."
(Johann Wolfgang von Goethe)

"Schlimmer als ein Wolf im Schafspelz ist ein Schaf im Wolfspelz."
(Wieslaw Brudzinski; polnischer Aphoristiker)

"Ein Wolf im Wolfspelz. Ein Filou, unter dem Vorwand es zu sein."
(Karl Kraus; österreichischer Aphoristiker und Literat und Kritiker)

"Auch ein Gentleman ist ein Wolf - ein geduldiger Wolf."
(Burt Lancaster; kein Aphoristiker, aber amerikanischer Schauspieler 1913-1994)

"Bei der Dressur wird der Wolf im Hund zur Schnecke gemacht."
(Werner Mitsch)

"Wer den Wolf ausrottet, muß dessen blutiges Geschäft übernehmen."
(Horst Stern)

"Das Verhalten eines Einzelgängers kann mit Fug als eigentümlich bezeichnet werden, wobei die Trennung von den Artgenossen sowohl Schlauheit als auch Wildheit zu fördern scheint. Diese einsamen Tiere, von chronischen Schmerzen oder Witwerstand in Wut versetzt, treten bei allen größeren Fleisch- und Grasfressern gelegentlich auf, wobei es sich in der Regel um männliche Exemplare handelt, obwohl im Falle der Flußpferde auch die mutwillige Bösartigkeit alter Kühe nicht übersehen werden darf."
(Geoffrey Household: Einzelgänger, männlich)

"Es ist nur verständlich, daß die Wölfe die Abrüstung der Schafe verlangen, denn deren Wolle setzt dem Biß einen gewissen Widerstand entgegen."
(Gilbert Keith Chesterton)


ANDERE RAUBTIERE

"Der Mensch ist ein Raubtier mit manchmal humanen Ansätzen."
(Friedrich Dürrenmatt, Labyrinth)

"Man spricht so viel davon, daß der Mensch ein geselliges Tier sei; im Grunde ist er ein Raubtier, worüber man sich nicht bloß durch die Betrachtung seines Gebisses vergewissern kann. Das ganze Geschwätz von Geselligkeit und Gemeinschaft ist deshalb teils eine vererbte Heuchelei, teils eine ausgesuchte Hinterlist."
(Søren Kierkegaard)

"Nicht umsonst führen die Staaten mit Vorliebe ein Raubtier im Wappen."
(Carl Spitteler)

"Je leiser der Flug, desto gefährlicher der Raubvogel."
(Graham Greene)


"HEUSCHRECKEN"

"Manche Finanzinvestoren verschwenden keinen Gedanken an die Menschen, deren Arbeitsplätze sie vernichten - sie bleiben anonym, haben kein Gesicht, fallen wie Heuschreckenschwärme über Unternehmen her, grasen sie ab und ziehen weiter. Gegen diese Form von Kapitalismus kämpfen wir."
(Franz Müntefering, SPD-Politiker)

"In der Wirtschaft geht es nicht gnädiger zu als in der Schlacht im Teutoburger Wald."
(Friedrich Dürrenmatt)

"Zwischenstaatlich organisiert sind in der Welt nur das Verbrechen und der Kapitalismus."
(frei nach Kurt Tucholsky, der den Satz ursprünglich auf Europa bezog)


"BÄRENTÖTER"

"Es wäre besser gewesen, der Bär hätte sich vernünftig verhalten und eingegliedert."
(Der Sprecher des Bundesamtes für Naturschutz in Bonn, Franz Emde, am 22. Mai 2006 nach der Abschußfreigabe des freilaufenden Bären "Bruno"; zitiert nach FAZ.net vom 24. Juli 2006)

neu!"Der Kragenbär, der holt sich munter / einen nach dem andern runter."
(Aus: Robert Gernhardt, Besternte Ernte, Frankfurt 1976)


TIERSCHUTZ UND TIERPFLEGE

"Der einzige, der einen Ozelotpelz wirklich braucht, ist der Ozelot."
(Bernhard Grzimek)

"Tierärzte haben es leichter. Die werden wenigstens nicht durch Äußerungen ihrer Patienten irregeführt."
(Louis Pasteur)

"In Spanien gründeten sie einmal einen Tierschutzverein, der brauchte nötig Geld. Da veranstaltete er für seine Kassen einen großen Stierkampf."
(Kurt Tucholsky, Schnipsel)

"Eine vernünftige Anzahl von Flöhen ist gut für einen Hund; sie hält ihn davon ab, darüber nachzudenken, daß er ein Hund ist."
(meinte einst der britische Theologe Brooke Foss Westcott)

"Tierfreunde sind auf den Hund gekommene Humanisten."
(Werner Mitsch)


LACH-HAFT

"Was auch eine Katze nicht weiß, ist nicht der Mühe wert, gewußt zu werden."
(Colette; zitiert nach Remo Forlani, Die Streunerin)

"Die Katze ist der Hausgeist; sie richtet, herrscht, begeistert alle Dinge in ihrem Reich - vielleicht ist sie eine Fee, vielleicht ein Gott."
(Charles Baudelaire)

"Man soll an der Natur nicht verzweifeln: Vielleicht entwickelt sie aus dem Känguruh noch den Fußgänger des einundzwanzigsten Jahrhunderts."
(Jaques Tati)

"Beschwichtigen - Eine Bulldogge `gutes Kerlchen´ nennen, wenn sie dich von hinten sicher im Biß hat."
(aus: Ambrose Gwinnett Bierce: Des Teufels Wörterbuch)

"Es ist besser, als ein Wolf zu sterben, denn als Hund zu leben."
(Herbert Wehner)

"Ich verabscheue Leute, die Hunde halten. Es sind Feiglinge, die nicht genug Schneid haben, selbst zu beißen."
(August Johann Strindberg)

"Der Hund ist ein von Flöhen bewohnter Organismus, der bellt."
(Gottfried Wilhelm Leibniz)

"Bellmaschine."
(aus: Kurt Tucholsky: Traktat über den Hund sowie über Lärm und Geräusch. In: die Weltwoche vom 2.8.1927, Nr. 31, S. 181)

"Zum Lachen braucht es immer ein wenig Geist. Das Tier lacht nicht."
(Gottfried Keller)

neu!"Der Landwirt hat längst begriffen, dass man auch von zweibeinigen Rindviechern leben kann."
(Eugen Roth)



Letzte Aktualisierung: 01. August 2009

Poesiealbum einer Ladenhündin (Pollymots)

"Es ist ja, wenn ichs bedenke, mit der Hundeschaft überhaupt wunderbar bestellt."
(Franz Kafka )

Liebe Freunde der Kriminalliteratur,
auch unsere Ladenhündin Polly macht sich Gedanken um den Zustand des Menschen und der Welt. Deshalb haben wir uns entschlossen, sie hier indirekt zu Wort kommen zu lassen. In ihrem "Poesiealbum" sammeln wir für sie (thematisch geordnet) fortlaufend Zitate aus der Welt der Hunde, der Hundekrimis und zu den knochigen Seiten des tierischen und menschlichen Lebens.



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(Abbildung: © Hammett Krimibuchhandlung)