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Verlag: Heyne Hardcore - Old School

Old School - Niven, John - Heyne Hardcore

Niven, John Old School

Originaltitel: Sunshine Cruise Company
Aus dem Englischen von Stephan Glietsch

Susan und Julie sind gerade 60 Jahre alt geworden. Sie leben in einem kleinen Dorf in Südengland und sind seit der Schulzeit miteinander befreundet. Susan führt ein bürgerliches Hausfrauendasein, Julie lebt in einer Sozialwohnung und arbeitet als Aushilfe in einem Pflegeheim.
Als Susans Ehemann Barry tot aufgefunden wird, offenbart sich, dass er ein surreales Doppelleben als Swinger führte und Susan einen finanziellen Scherbenhaufen hinterlassen hat. Um nicht in Altersarmut abzurutschen, greifen sie zu einer radikalen Lösung: einem Banküberfall.

Autor: Niven, John
Titel: Old School
Jahr: 2015-11
Seiten: 400 | Hardcover
Verlag: Heyne Hardcore
ISBN: 978-3-453-26945-3
Preis: 19.99 EUR

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Unsere Meinung:

Jedem, der in diesen bösen Zeiten etwas zur Aufmunterung braucht, dem sei „Old School“ von John Niven dringend empfohlen.
Rentnerinnen, denen das Leben arg zugesetzt hat, planen einen Banküberfall. Das klingt, zugegeben, nicht besonders originell. Wie viele deutsche Fernsehkomödien mit ähnlichem Thema hat es schon gegeben?
Trotzdem einfach mal reingelesen, und schon ist man gefangen.

Susan, Julie und Jill – alle aus sehr verschiedenen Gründen vom Leben gebeutelt – nehmen noch die 87-jährige Ethel, Ex-Schauspielerin und Rollstuhlfahrerin, aus dem Altersheim mit, holen sich Rat von dem ebenfalls hochbetagten Ex-Bankräuber Nails, und dann legen sie los!
Auf den Sturmhauben der Räuberinnen steht „Fear“, „Fuck“, „Pain“ und „Hate“.
Bei der Verteilung gibt es noch Unstimmigkeiten: „Susan, kann ich bitte mit Dir tauschen? Mir wäre ‚Fear’ lieber als ‚Pain’.“
Warum Nails, der das Fluchtauto fahren soll, dann doch nicht so ganz hilfreich ist, wird hier nicht verraten, alleine wegen dieser Szene lohnt sich das ganze Buch.
Erst einmal gelingt es der Räuberbande jedenfalls zu entkommen.

Die Spur führt nach Frankreich. Detective Constable Alan Wesley (Gourmet) und sein Chef Detective Sergeant Hugh Boscombe (Frustfresser) verfolgen sich um Kopf und Kragen, tapsen in ein Fettnäpfchen nach dem anderen, und es ist herrlich, die beiden beim Verzweifeln zu beobachten. Besonders Boscombe, der „Sarge“, der sich einfach nicht an den Rechtsverkehr gewöhnen kann, leidet zunehmend – psychisch und physisch.
Es zischt, knallt und pengt in diesem Roman, dass man sich nicht mehr einkriegt vor Freude.
Und wer wissen möchte, zu was man ein bisschen Tabasco außer zum Kochen noch benutzen kann, der lese „Old School“.

Zweifellos ist es eines der lustigsten Bücher, die ich bisher gelesen habe.

cd/08.12.2015
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