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Verlag: Pendragon - Spenser und der Cree-Indianer

Spenser und der Cree-Indianer - Parker, Robert B. - Pendragon

Parker, Robert B. Spenser und der Cree-Indianer

Originaltitel: Sixkill
Aus dem Amerikanischen von Marcel Keller

Schauspieler Jumbo Nelson ist abonniert auf Bad Boys. Die Rolle passt. Mit Skandalen und ausschweifenden Partys pflegt er genüsslich sein Image als Kotzbrocken. Als ein junges Mädchen tot aufgefunden wird, gerät er allerdings unter Verdacht und wird am Set einer Filmproduktion verhaftet. Ist das Großmaul tatsächlich ein Mörder? Die Polizei tappt im Dunkeln und beauftragt Privatdetektiv Spenser.

Ex-Boxer Spenser heftet sich an Zebulon Sixkill, den Cree-Indianer, der als Bodyguard für Jumbo Nelson arbeitet. Zunächst stößt er bei ihm auf Ablehnung, aber als Jumbo Nelson seinen Schutz engel aus einer cholerischen Laune feuert, werden Spenser und Sixkill zu einem ungewöhnlichen Team. Mit Witz, rasanten Dialogen und sehr viel Spannung - denn die beiden haben es längst nicht mehr nur mit der Aufklärung eines Falls zu tun, sondern müssen auch ihre Haut vor einem eiskalten Mafiakiller retten.

Autor: Parker, Robert B.
Titel: Spenser und der Cree-Indianer
Jahr: 2017-05
Seiten: 208 | Taschenbuch
Verlag: Pendragon
ISBN: 978-3-86532-578-5
Preis: 13.00 EUR

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Unsere Meinung:

Abschied von einer großen Detektivfigur – zumindest war die Serie groß: fast vierzig Romane seit 1973 – und Abschied von einem großen Kriminalautor – zumindest wurde Robert B. Parker mit seiner Hauptserie um Privatdetektiv Spenser immer gerne als vierter Name nach der „heiligen Dreieinigkeit“ Hammett / Chandler / Ross Macdonald genannt.
„Spenser und der Cree-Indianer“ („Sixkill“, 2011) ist nun also endgültig das letzte Spenser-Abenteuer des 2010 verstorbenen Grandmasters, das er selbst noch fertig schrieb. Es endet mit den melancholischen Worten: „Ich stieg in meinen Wagen und fuhr Richtung Westen.“ Da wurde sogar mir am Ende etwas schwer ums Herz.

Dabei war mir, gemessen an meinen persönlichen Säulenheiligen Chandler und Hammett, dieser Robert B. Parker nie so besonders lieb, war dieser schlagfertige Detetektiv und „good american guy“ Spenser (mit seinem Busenfreund Hawk als brutalem Mann fürs Grobe und seiner geliebten Susan Silverman als intelligenter Partnerin fürs Psychologische) nie mein Favorit als literarischer Nachfolger Philip Marlowes. Das waren eher die Detektive von James Crumley, Stephen Greenleaf oder Steve Hamilton oder meinetwegen auch, das geb ich gerne zu, Sara Paretsky.

Wer noch nie einen Spenser-Krimi gelesen hat, kann ohne Weiteres mit diesem allerletzten einsteigen. Hier zeigt sich der Autor noch einmal als absolut souveräner Dialog- und Szenenschreiber. Von Altersmüdigkeit keine Spur. Die flotte Detektivgeschichte, in der tatsächlich ein Cree-Indianer eine wichtige Rolle spielt und in der auch immer wieder nette Indianerwitzchen gerissen werden, liest sich dermaßen leicht und mühelos weg, das ist direkt filmreif, das flutscht nur so ... – angehende Autoren aufgepasst: So geht das!

Danke, Mister Parker, für so viele schöne Detektivkrimi-Lesestunden!


RS/04.05.2017